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Trotz Corona : Noch Hoffnung auf „Weihnachtsmarktähnliches“

So strahlend wird es sicher nicht: Frankfurt sucht noch nach einem Weg für einen Weihnachtsmarkt in Corona-Zeiten. Bild: Francois Klein

Frankfurt sucht noch einen Weg, wenigstens eine abgespeckte Variante des Weihnachtsmarktes zu organisieren. Die Dippemess’ scheiterte hingegen letztlich an fehlender Wirtschaftlichkeit für die Aussteller.

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          Wie andere Städte bemüht sich Frankfurt weiter darum, wenigstens „etwas Weihnachtsmarktähnliches“ für die Adventszeit zu organisieren. „Ein Weihnachtsmarkt in üblicher Form ist nicht diskussionsfähig. Der lebt von kuscheliger Enge. Das ist derzeit ausgeschlossen“, sagt Kurt Stroscher, Geschäftsbereichsleiter Volksfeste und Veranstaltungen bei der Tourismus und Congress GmbH.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Derzeit werde geprüft, was am traditionellen Standort auf dem Römerberg, aber auch an einem Ausweichplatz möglich wäre. „Wir überlegen, ob wir alles entzerren können und mit Datenerfassungen wie in der Gastronomie arbeiten. Dann müssten aber auch Abstände gesichert sein zwischen Stehtischen und Sitzplätzen“, sagt Stroscher. Das alles bedeute größeren Kostenaufwand und geringere Einnahmen an Glühweinständen und Verkaufsbuden. „Wir müssen auch im Auge haben, ob die Organisation unter den gegebenen Bedingungen finanzierbar ist“, sagt Stroscher. Da die städtischen Tourismuswerber professionell aufgestellt und zur recht spontanen Organisation eines Festes in der Lage seien, herrsche aber noch kein Entscheidungsdruck.

          Dippemess' wäre Verlustgeschäft gewesen

          Schon bei der Herbst-Dippemess’ ließ sich die Tourismus und Congress GmbH in der Hoffnung auf eine stark reduzierte Variante lange Zeit, ehe sie die für den heutigen Mittwoch vorgesehene Eröffnung absagte. „Wir haben auf Erfahrungen aus Städten wie Düsseldorf, Düren und Dortmund gewartet. Betriebswirtschaftliche Erfahrungen dort zeigten, dass das Risiko für Schausteller auf ein Minus unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu groß wäre“, sagt Stroscher. „Zudem fiel in die Zeit der Entscheidung der Anstieg der Zahlen in Offenbach und Hanau sowie auch in Frankfurt.“

          In den vergangenen Tagen hatte beispielsweise Darmstadt verkündet, einen verkleinerten Weihnachtsmarkt veranstalten zu wollen. Auch der Städte- und Gemeindebund sprach sich dagegen aus, Veranstaltungen für die Adventszeit schon jetzt generell abzusagen.

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