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Jüdische Geistesgeschichte : Bubers Briefe und Hessens Synagogen

Theologe und Judaist: Christian Wiese ist Inhaber der Buber-Professur. Bild: Uwe Dettmar

Der Theologe und Judaist Christian Wiese ist Inhaber der Buber-Professur. Das neues Institut an der Goethe-Universität wird die jüdische Geistesgeschichte erforschen.

          3 Min.

          Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber war ein passionierter Briefschreiber. Mehr als 40.000 Briefe sind von ihm und seinen 5000 Korrespondenzpartnern, darunter Thomas Mann und Franz Kafka, erhalten, bisher aber kaum zugänglich. Das soll sich ändern. So will es der Frankfurter Judaist Christian Wiese. Als Inhaber der Martin-Buber-Professur für jüdische Religionsphilosophie an der Goethe-Universität konnte er am 8. Februar, dem 143. Geburtstag Bubers, ein neues Institut zur Erforschung des Judentums in Moderne und Gegenwart gründen. Auch dieses wird, wie die bisherige Professur, am Fachbereich Evangelische Theologie der Goethe-Universität beheimatet sein.

          Claudia Schülke

          Freie Autorin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zu den beiden wichtigsten Forschungsvorhaben des neuen Institutsdirektors gehört das Akademieprojekt „Buber-Korrespondenzen Digital: Das Dialogische Prinzip in Martin Bubers Gelehrten- und Intellektuellennetzwerken im 20. Jahrhundert“. Bis 2044 sollen die Briefe transkribiert, übersetzt und kommentiert sein. Bund und Länder fördern das Kooperationsprojekt der Universitäten Frankfurt, Jena und Boston sowie der National Library of Israel mit 9,2 Millionen Euro. Fünf neue Mitarbeiter hat Wiese schon dafür eingestellt. In enger Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz, der das Projekt seinen Namen verdankt, sollen die Briefe gebündelt, erfasst und digital zugänglich gemacht werden.

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