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Innovationszentrum : Fraport setzt auf Schnellboote

Mehr Entwicklung: Fraport setzt auf ein neues Innovationszentrum. Bild: obs

Mit unkonventionellem Design zu neuen Ideen: Fraport will sich weiterentwickeln und präsentiert sein neues Innovationszentrum.

          Limo muss sein, Lego und Liegestuhl passen immer, Barhocker sind erwünscht, auch Sessel und Sitzsäcke. Vor kurzem noch klang all das nach Feierabend und Urlaub, inzwischen weiß der Kenner: Jetzt wird es kreativ. Zwischen Möbeln zum Fläzen und Fruchtgeschmäckern zum Testen entstehen neuerdings Geschäftsideen der Zukunft. So erhofft es sich nun auch der Flughafenbetreiber Fraport, der in dieser Woche in einem Bürogebäude am Terminal 2 sein neues Innovationszentrum namens „inno.hub 2.0” eröffnet hat.

          Inga Janović

          Wirtschaftsredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Um interne Berichtswege, das autonome Fahren oder die Hinweise, mit denen Passagiere durch die Terminals geleitet werden, kreisen Konferenzen und längerfristige Projekte, die von Fraport-Mitarbeitern in den 13 unkonventionell eingerichteten Räumen bearbeitet werden sollen. Entfernt vom angestammten Schreibtisch und den üblichen Strukturen, soll es besser gelingen, auch unkonventionell zu denken, Ideen auszuprobieren und mit Kollegen zu sprechen, die sonst in anderen Abteilungen als unerreichbar gelten.

          „Nicht alles, was zum Geschäftsmodell der Fraport gehört, muss schnell verändert werden. Aber wir brauchen ein paar Schnellboote, um auf Entwicklungen reagieren zu können“, sagt Claudia Uhe, die Leiterin der Ressorts Unternehmensentwicklung, Umwelt und Nachhaltigkeit bei der Fraport. Die neu gestalteten Räume wären demnach der Hafen, von dem aus die neuen Flitzer ablegen.

          „Das Konzept ist noch nicht fertig“

          Und nicht nur sie. Denn der „inno.hub“ ist zugleich auch das „OpenXLab“, die Fraport kooperiert mit der „Plattform für Innovation“. Dieser gemeinnützige Verein, dem sich inzwischen rund 50 deutsche Unternehmen angeschlossen haben, wird die Räume ebenfalls bespielen, voraussichtlich mit Netzwerkveranstaltungen, Schulungsangeboten und verschiedenen Meetings. „Das Konzept ist noch nicht fertig, die Nutzer sollen ihre Wünsche einbringen“, sagte Markus Garn, Gründer und Geschäftsführender Vorstand der Plattform für Innovation. Ziel des Vereins wie des „OpenXLab“ sei es, branchenübergreifend zusammenzuarbeiten, sich gegenseitig zu inspirieren, Wissen zu teilen, Projekte anzugehen. „Eben das Beste zu nutzen, das jeder hat“, wie es Garn formuliert.

          Außer der Fraport sind aus der Rhein-Main-Region, in der der Verein auch sitzt, unter anderem Heraeus, Merck, Messe Frankfurt, Sanofi, Safedroid, Infraserv und Schott Vereinsmitglieder. Aber auch Unternehmen aus Berlin hätten schon Termine angefragt, sagt Garn. Er kann sich Kooperationen wie die am Flughafen auch in anderen Städten vorstellen.

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