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Neuer Studiengang : In acht Semestern zur Hebamme

Interdisziplinäres Studium: Acht Semester müssen die Studentinnen einplanen, bevor sie einen Bachelorabschluss machen können. Bild: dpa

Wer in Hessen Hebamme werden will, muss künftig „Hebammenkunde“ studieren. Zwei Frankfurter Hochschulen haben ein besonderes Angebot geschaffen.

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          Bis zum Jahr 2023 soll die bisherige Hebammenausbildung in Hessen vollständig durch eine Hochschulausbildung ersetzt werden. An drei Standorten sollen künftig angehende Hebammen studieren können. Das hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) am Mittwochmorgen bekanntgegeben. Neben Fulda und Gießen soll der neue Studiengang auch in Frankfurt angeboten werden.

          Marie Lisa Kehler
          (mali.), Rhein-Main-Zeitung

          55 Studienplätze sollen hierfür allein in Frankfurt geschaffen werden. Die Goethe-Universität und die Frankfurt University of Applied Science haben gemeinsam ein Angebot für den Studiengang „Hebammenkunde“ konzipiert. Die Kooperation der beiden Hochschulen sei ein Gewinn, da die Expertise der Universitätsmedizin mit dem Fachwissen der angewandten Wissenschaften vereint werde, sagte Dorn. Im Sommersemester 2022 sollen die ersten Hebammen das Studium aufnehmen können – fast ein Jahr später als ursprünglich von der Bundesregierung gefordert. Aber es habe Zeit gebraucht, den Studiengang, der künftig EU-Normen entsprechen soll, auszuarbeiten und neu aufzustellen. „Wir werden es schaffen, dass wir nicht nur die bisherigen 120 Ausbildungsplätze ersetzen können, sondern 142 Studienplätze zur Verfügung stellen“, sagte Dorn. Die Übergangsphase vom Ausbildungsberuf zum Studiengang sei so geregelt, dass „keine Phase entsteht, in der keine Hebammen ausgebildet werden“.

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