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Frankfurter Debatte um Abriss : Teil der Städtischen Bühnen unter Denkmalschutz

Trotzt dem Abriss: Das Foyer der Frankfurter Städtischen Bühnen Bild: dpa

Im Januar hatte das Frankfurter Stadtparlament den Abriss des gläsernen Doppelgebäudes am Willy-Brandt-Platz beschlossen. Nun greift das Landesdenkmalamt ein – und stellt das Foyer der Städtischen Bühnen unter Denkmalschutz.

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          In der Debatte um den Abriss der Städtischen Bühnen in Frankfurt gibt es eine unerwartete Wendung. Wie das Landesdenkmalamt entschieden hat, soll das Foyer der Theater-Doppelanlage unter Denkmalschutz gestellt werden. „Das Foyer der Städtischen Bühnen erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen eines Kulturdenkmals aus geschichtlichen, künstlerischen und städtebaulichen Gründen“, heißt es in einem Gutachten. Damit dürfte der von der Stadt geplante Abriss der Bühnen erschwert, wenn nicht sogar unmöglich werden.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit seiner urbanen und transparenten Fassade stehe das Foyer für das demokratische Selbstverständnis Westdeutschlands nach 1945, erläutert Landesdenkmalpfleger Heinz Wionski. An einem Erhalt bestehe ein öffentliches Interesse. „Wir freuen uns darauf, im konstruktiven Miteinander Chancen und Möglichkeiten der Erhaltung und Integration der denkmalwerten Elemente zu erörtern und gemeinsam weitere Schritte zu entwickeln“, teilte Wionski mit.

          Ende Januar hatte das Stadtparlament den umstrittenen Abriss des gläsernen Doppelgebäudes am Willy-Brandt-Platz beschlossen, das seit den sechziger Jahren das Schauspiel und die Oper beherbergt. Über die weiteren Schritte waren die Parteien im Römer jedoch uneins. SPD und Grüne wollten zumindest eine der beiden Bühnen auf dem Willy-Brandt-Platz neu errichten, die andere sollte demnach andernorts in der Innenstadt entstehen. Die CDU wollte lieber beide Sparten gemeinsam neu bauen und hat dafür ein Grundstück am Osthafen vorgeschlagen. Zwei Gutachten hatten ergeben, dass eine Sanierung des Gebäudes teurer würde als die Städtischen Bühnen neu zu bauen.

          Eine Initiative hatte sich bereits im März für den Erhalt der Frankfurter Städtischen Bühnen eingesetzt. Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zeuge von „Geschichtsvergessenheit“, hieß es in der Petition, die sich an Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) wandte. „Sie entspricht einer Baupolitik, die identitätsstiftende Bauten der Stadtgeschichte auslöscht“. Bei dem Doppelgebäude von ABB Architekten aus dem Jahr 1963 handle es sich um „einen der wichtigsten Nachkriegsbauten der Stadt“. „Der Theaterbau hat in Frankfurt Stadtgeschichte geschrieben und Identität gestiftet.“

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