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Neubau des Schwimmbads : Rebstockbad als „urbane Wildnis“

  • -Aktualisiert am

Fließende Übergänge, organische Formen: der Siegerentwurf für den Neubau des Rebstockbads Bild: dpa

Planungsbüro Geising + Böker darf den 90 Millionen Euro teuren Neubau des Rebstockbads in Frankfurt entwerfen. Einziges Manko: Fertig wird er nicht vor Ende 2025.

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          Das Planungsbüro Geising + Böker Architekten GmbH mit Büros in Hamburg und Vechta hat den Architekturwettbewerb für den Neubau des Rebstockbads gewonnen. Dies hat Bäderdezernent Markus Frank (CDU) am Mittwoch bekanntgegeben. Für das Projekt sind 90 Millionen Euro eingeplant.

          Überzeugt habe der Entwurf vor allem durch seine Kombination von „Effizienz, Effektivität und Bespielbarkeit“, sagte Frank. Demnach soll auf dem Gelände des derzeitigen Rebstockbads ein modularer Gebäudekomplex errichtet werden, der Erlebnis, Spaß, Sport und Erholung miteinander verbindet. Die Architekten haben sich dabei von den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft inspirieren lassen. Im Entwurf hat sich das in Namen wie „Der Tanz des Wassers“ oder „Der Duft der Erde“ für bestimmte Gebäudeteile niedergeschlagen. Bei der Gestaltung des Innenraumes will man sich an Goethes Farbenlehre orientieren, Außenfassaden und Dächer sollen zum Teil begrünt werden.

          Frank nannte den geplanten Neubau einen „Leuchtturm für die deutsche Schwimmbadlandschaft“ und sieht in ihm ein Vorbild für ähnliche Projekte in ganz Europa. Den Architekten sei es gelungen, Ästhetik und Funktionalität derart zu verknüpfen, dass die Betriebskosten möglichst niedrig gehalten würden.

          Eine modulare Architektur

          Die einzelnen Gebäudeelemente werden unterschiedlich groß und hoch sein, zwischen den einzelnen Modulen sowie den Innen- und Außenanlagen sind fließende Übergänge vorgesehen. So soll eine „urbane Wildnis“ entstehen.

          Der Neubau wird eine Grundfläche von mehr als 18.000 Quadratmetern und gut 2000 Quadratmeter Wasserfläche umfassen. Frank hofft, dass der bisherige Besucherdurchschnitt von jährlich etwa 600.000 Gästen nach der Eröffnung schnell wieder erreicht wird. Später soll in dem Komplex auch noch ein Fitnessraum untergebracht werden. Möglich macht das die modulare Architektur.

          Zvonko Turkali, Leiter des Auswahlverfahrens und Professor für Architektur an der Universität Hannover, hob bei der Siegervorstellung hervor, dass eine komplizierte Geländetopologie und die vielfältigen Anforderungen an den geplanten Neubau die Wettbewerber vor besondere Herausforderungen gestellt hätten. „Es gibt eben nicht den Typus eines Hallenbads“, sagte er auch mit Blick auf den zweitplatzierten, ebenfalls modularen Entwurf der Planungsgemeinschaft Arge Venhoeven c.s./MOW Architekten. Man habe sich wirklich schwer getan bei der Entscheidungsfindung. Doch hätten die übersichtlichere Anordnung der einzelnen Gebäudemodule, deren organisatorisch bessere Zusammenführung und die alles in allem kompaktere Architektur den Ausschlag für den Entwurf von Geising + Böker gegeben. Der Siegerentwurf biete bessere Voraussetzungen, um das Schwimmbad wirtschaftlich effizient zu betreiben.

          Den baulichen Zeitplan stellte Frank unter pandemiebedingten Vorbehalt. Geplant ist, das Rebstockbad Ende April zu schließen. Die Abrissarbeiten werden ein Jahr in Anspruch nehmen. Anfang 2023 soll der Bau beginnen, dessen Abschluss für Ende 2025 vorgesehen ist. Ersatzbecken vor allem für Vereine und Schulen sollen im Freibad Hausen entstehen.

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