https://www.faz.net/-gzg-9s8q8

Hip-Hop-Serie : Netflix darf „Skylines“ weiter zeigen

  • Aktualisiert am

Er ist noch nicht ganz, aber schon ziemlich weit oben: Chefrapper Kalifa (Murathan Muslu) Bild: Netflix

Der Inhaber des Frankfurter Labels „Skyline Records“ wollte die Netflix-Serie stoppen. Er sieht seine Persönlichkeits- und Namensrechte verletzt. Das Landgericht Frankfurt sieht dafür jedoch keine Anzeichen.

          1 Min.

          Der Streamingdienst Netflix darf die deutsche Hip-Hop-Serie „Skylines“ weiterhin zur Verfügung stellen. Der Inhaber des Frankfurter Labels „Skyline Records“, Jan Lehmann, blieb mit einem Antrag auf einstweilige Verfügung erfolglos. Das Landgericht Frankfurt am Main wies den Antrag zurück, wie eine Sprecherin des Gerichts am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Lehmann sieht durch die Serie seine Persönlichkeits- und Namensrechte verletzt. Sein Anwalt kündigte auf epd-Nachfrage Beschwerde gegen den Beschluss beim Oberlandesgericht an. (AZ: 2-03 O 429/19)

          Die Netflix-Serie „Skylines“ ist die dritte deutsche Eigenproduktion des internationalen Streamingdienstes und seit dem 27. September abrufbar. Sie dreht sich um das Frankfurter Hip-Hop-Milieu, die Drogenszene und ein Musik-Label, das Netflix ebenfalls „Skyline Records“ nennt.

          Nach Angaben des Gießener Anwalts Andreas Milch möchte Lehmann weder sich noch sein Label mit Drogenhandel oder der organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht wissen. Zudem sei Lehmann Inhaber der Rechte an der Wortmarke „Skyline Records“. In der Serie seien daneben weitere Parallelen zu Lehmanns Leben erkennbar.

          Die Sprecherin des Landgerichts erklärte, das Persönlichkeitsrecht sei mit der Kunstfreiheit abzuwägen. Im Ergebnis habe die 3. Zivilkammer entschieden, dass die von Lehmann angeführten Persönlichkeitsmerkmale, durch welche dieser sich in zwei verschiedenen Charakteren der Serie wiedererkennen will, eher allgemeine Merkmale seien, die sich nicht zwingend auf eine bestimmte Person beziehen ließen. Die Namenswahl „Skyline Records“ für ein Frankfurter Musiklabel sei zudem nicht hinreichend originell. „Hinzu kommt, dass es sich nach Ansicht der Kammer in der Serie um ein großes, potentes Label handelt, in der Realität jedoch eher nicht“, erklärte die Gerichtssprecherin.

          Weitere Themen

          Bauschutt oder giftige Abfälle

          Deponie in Steinbruch geplant : Bauschutt oder giftige Abfälle

          Läuft alles nach Plan der Stadt, könnte in einem Mainzer Steinbruch eine etwa elf Hektar große Sondermülldeponie in zwei bis drei Jahren eröffnet werden. Doch Anwohner wehren sich dagegen. Sie haben Angst vor möglichen Giften.

          Feldmann in Not, Frankfurt im Bild, Flörsheim ohne Angst

          F.A.Z.-Hauptwache : Feldmann in Not, Frankfurt im Bild, Flörsheim ohne Angst

          Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann könnte seiner Frau ein ungewöhnlich hohes Gehalt beschafft haben. Frankfurt will junge Touristen locken – dabei setzt die Stadt auf Orte, an denen diese bequem Bilder für Instagram schießen können. Die F.A.Z.-Hauptwache.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.