https://www.faz.net/-gzg-9ne7l

„Atomwaffen-Division“ : Nazi-Flugblätter an der Goethe-Uni

Auf dem Gelände der Goethe-Universität in Frankfurt sind Flugblätter mit rechtsextremen Inhalten aufgetaucht. Bild: dpa

Auf dem Gelände der Goethe-Universität in Frankfurt sind Flugblätter mit rechtsextremen Inhalten aufgetaucht. Es wird zu Hass und Gewalt aufgerufen.

          An der Goethe-Universität sind gewaltverherrlichende Flugblätter einer rechtsextremen Organisation aufgetaucht. Nach Angaben der Uni sind Flyer der „Atomwaffen-Division Deutschland“ schon im April in Bibliotheken auf dem Campus Westend gefunden worden. Auf den Flugblättern wird unter Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole offen zu Hass und Gewalt aufgerufen, unter anderem zum Mord an Muslimen.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die „Atomwaffen-Division“ ist eine neonazistische Gruppierung, die ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten hat. Die Flyer seien nach ihrer Entdeckung entfernt und der Polizei übergeben worden, heißt es in der Mitteilung der Universität. Demnach haben Polizei und Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

          Uni-Präsidentin Birgitta Wolff hob hervor: „Solche Äußerungen von Hass und Menschenverachtung sind nicht nur widerlich, sondern auch ein Angriff auf die Grundsätze unseres Rechtsstaats.“ Die Goethe-Universität werde gegen derartig „erbärmliche Attacken“ weiterhin mit allen pädagogischen und rechtsstaatlichen Mitteln vorgehen. Zum genauen Fundort und zur Anzahl der Flyer machte die Universität keine genauen Angaben. Zuerst hatte die „Frankfurter Rundschau“ über den Fall berichtet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York

          Vereinigte Staaten : Zwei kubanische UN-Diplomaten ausgewiesen

          Kurz vor der UN-Vollversammlung hat Amerika zwei Vertreter Kubas ausgewiesen. Deren Aktionen seien laut Außenministerium gegen die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gerichtet gewesen. Kuba spricht von Verleumdung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.