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Frankfurter Gesichter : Naim Yildirim hat Fingerspitzengefühl

Engagiert für Integration: Naim Yildirim betreibt ein Wasserhäuschen in der Nordweststadt. Bild: Zeichnung: Oliver Sebel

Seit knapp zehn Jahren betreibt Naim Yildirim das Wasserhäuschen „Heinrich’s Bierstübchen“ in der Nordweststadt. In seinem Job ist Fingerspitzengefühl gefragt – denn Yildirim muss mit sehr unterschiedlichen Menschen auskommen.

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          Das Mädchen mit der türkisen Kappe weiß, was sie will. „Zweimal die Achtzehn, einmal die Eins und einmal die Sechs.“ Also Schlümpfe, Gummischlangen und Zuckermäuse. Mit einer Zange greift Naim Yildirim in die nummerierten Dosen und befördert das gewünschte Naschzeug ins Tütchen. Auch ansonsten ist in seinem Job Fingerspitzengefühl gefragt. Denn wer ein Wasserhäuschen betreibt, der muss mit sehr unterschiedlichen Menschen auskommen.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.

          Wenn man Puristen fragt, dann ist „Heinrich’s Bierstübchen“ in der Nordweststadt eigentlich kein typisches Frankfurter Wasserhäuschen. Es fehlt die klassische halbrunde Form mit umlaufender Theke. Doch das ist nur die architektonische Sicht. Sozial betrachtet, ist die Trinkhalle an der Niederurseler Landstraße ein Wasserhäuschen par excellence. Denn hier trifft sich das Viertel. Hier holen sich die Kinder ihr Kratzeis, hier bekommt der Durstige ein Bier und der Wissensdurstige die Zeitung, hier kann man auch einfach ein Schwätzchen halten, ohne überhaupt etwas zu kaufen.

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