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Nach Raserunfall im Ostend : Große Solidarität mit einem Unfallopfer

Von einem SUV-Fahrer erfasst: Vor einem Monat wurden zwei Menschen im Frankfurter Ostend getötet, eine Studentin schwer verletzt. Bild: Finn Winkler

Vor einem Monat wurde eine Studentin der Frankfurter Universität bei einem Unfall schwer verletzt. Die Frau hatte schon vorher mit starken Schicksalsschlägen zu kämpfen. Jetzt wurde von Uni-Mitarbeitern eine Spendenaktion gestartet.

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          Eine Unterstützungsaktion für eine junge Frau, die vor einem Monat bei einem Verkehrsunfall an der Sonnemannstraße schwer verletzt wurde und ihren Vater verlor, hat binnen kürzester Zeit mehrere zehntausend Euro Spenden eingebracht. Bei der Frau handele es sich um eine nahezu blinde Studentin der Goethe-Universität, schreibt der Psychologieprofessor Stephan Bongard in einem zusammen mit den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Sonja Etzler und Alice Graneist verfassten Spendenaufruf. Die Studentin sei schon vor dem Unfall von schweren Schicksalsschlägen getroffen worden, habe das Studium aber mit besten Leistungen absolviert, dafür ein Deutschlandstipendium erhalten und kurz vor dem Abschluss als Master of Science gestanden.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Bei dem Unfall am 21. November war ein 38 Jahre alter SUV-Fahrer, gegen den inzwischen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt wird, mit hoher Geschwindigkeit von der Sonnemannstraße abgekommen und über den Rad- und Fußweg geschleudert. Der Wagen tötete einen Fahrradkurier und einen Fußgänger, den 61 Jahre alten Vater der Studentin. Auch die junge Frau selbst wurde erfasst und erlitt Knochenbrüche am ganzen Körper, wie es in dem Aufruf heißt, der auf der Homepage der Goethe-Universität veröffentlicht wurde.

          Wie Bongard, Etzler und Graneist schildern, war die Studentin mit 19 Jahren so schwer erkrankt, dass sie während ihres ersten Jahres an der Universität nahezu erblindete. „Sie kämpfte vorbildlich, um alle Barrieren, die mit dem Studium einhergehen, zu überwinden“, heißt es in dem Aufruf. Nach dem Unfall werde es viel Anstrengung und Zeit bedürfen, um ihre Bewegungsfreiheit ansatzweise wiederherzustellen. „Claudia steht durch diese Schicksalsschläge vor einer Reihe von Herausforderungen, bei denen es schwer vorstellbar ist, wie ein Mensch allein dies alles meistern kann.“ Die gesammelten Spenden sollen einen Beitrag zur Erleichterung und Unterstützung leisten.

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