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Nach Protesten : Bögl zahlt Lohn an geprellte Rumänen

Nicht gut gerüstet: Laut Verein für Wanderarbeiterfragen ist Hessen relativ schlecht auf die Betreuung von Arbeitern aus den neuen EU-Mitgliedstaaten vorbereitet. Bild: dpa

Für die um Lohn gebrachten rumänischen Arbeiter, die seit Dienstag an einer Baustelle im Frankfurter Europaviertel demonstrieren, zeichnet sich eine Lösung ab.

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          Für die um Lohn gebrachten rumänischen Arbeiter, die seit Dienstag an einer Baustelle im Frankfurter Europaviertel demonstrieren, zeichnet sich eine Lösung ab. Die Bögl-Gruppe hat gestern wissen lassen, dass sie die ausstehenden Lohnzahlungen an die rund 50 Männer in der nächsten Woche selbst leisten werde. Nach Angaben der IG Bau geht es dabei alles in allem um rund 176.000 Euro.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Der Sprecher der Firmengruppe hob gestern zugleich hervor, dass es eigentlich Sache des ehemaligen Subunternehmers K & T aus Sachsen sei, den Männern ihren Lohn zu zahlen, weil die Rumänen Mitarbeiter dieser Firma seien, nicht der Bögl-Gruppe. Man habe sich aber nun trotzdem dazu entschlossen, die Zahlungen selbst zu leisten, weil K & T eine gesetzte Frist habe verstreichen lassen. Man könne daher nicht mehr davon ausgehen, dass der ehemalige Vertragspartner seinen Verpflichtungen doch noch nachkomme.

          Feldmann hatte Hilfe zugesagt

          Am Dienstag hatte die Bögl-Gruppe zudem von einem Pfändungsbeschluss des Finanzamtes Chemnitz gegen K & T vom Januar berichtet. Dieser Beschluss habe die Bögl-Gruppe verpflichtet, kein Geld mehr an den Subunternehmer zu überweisen, sondern nur noch direkt an die Finanzbehörden.

          Im Verlauf der Woche hatten der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel die protestierenden rumänischen Bauarbeiter besucht und ihnen Hilfe zugesagt.

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