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Manipulierte Abrechnungen : Buchhalterin zwackt mehr als 100.000 Euro ab – und erhält Bewährungsstrafe

  • Aktualisiert am

Ein Buchhalter bei der Arbeit (Symbolbild) Bild: Picture-Alliance

Eine Bankangestellte hat über Jahre hinweg Hunderttausende Euro auf ihr eigenes Konto transferiert. Nun wurde sie verurteilt – und ist finanziell ruiniert.

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          Weil sie mit manipulierten Abrechnungen rund 106.000 Euro auf ihr Konto transferiert haben soll, ist eine Bankangestellte in Frankfurt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Landgericht ging am Freitag von 36 Einzeltaten der mehr als 20 Jahre bei dem Geldinstitut beschäftigten Buchhalterin aus. Unter anderem mit manipulierten Reisekosten-Abrechnungen habe die 65 Jahre alte Frau innerhalb von zehn Jahren sogar 225.000 Euro erlangt – strafrechtlich war ein Teil der Taten aber verjährt.

          Die nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten fristlos gekündigte Frau hatte ein Geständnis abgelegt. Mit dem Geld sei sie unter anderem gereist und habe Kulturveranstaltungen besucht. Strafmildernd wurde gewertet, dass der Angeklagten die Taten über einen so langen Zeitraum möglich gemacht worden seien. Darüber hinaus sei die jetzt im Ruhestand lebende Frau „finanziell ruiniert“. Der monatliche Rückzahlungsbetrag von 700 Euro reiche noch nicht einmal für die Zinsen, sagte ihr Verteidiger. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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