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„Kunsthandwerk ist Kaktus“ : Dekorative Erfüllung

Nicht zum Sitzen geeignet: Die Stuhlskulptur von Stefan Wewerka von 1970. Bild: Museum Angewandte Kunst, Frankfurt

Kunst, Design oder Kunstgewerbe? Mit „Kunsthandwerk ist Kaktus“ reflektiert das Museum Angewandte Kunst seine Disziplin. Hunderte ungewöhnliche Objekte bringen den Besuchern bei, sich auf ihr Sehen zu verlassen.

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          Nebeneinander werden Keramiken präsentiert. Krüge und Vasen, wie man sie sich vorstellen würde, aber auch solche, die eher einem Stein mit einem Loch ähneln, einer Koralle oder einem mittelalterlichen Kochtopf. Und dann liegt da plötzlich noch ein lebensgroßer Arm samt Hand oder ein muschelartiges Gebilde. Das Auftrumpfende findet sich neben dem Bescheidenen, das Erstaunliche neben dem Traditionellen, das Bizarre neben dem Unauffälligen.

          Katharina Deschka
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es gibt viel zu entdecken in der Ausstellung „Kunsthandwerk ist Kaktus“, mit der das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt vom heutigen Freitag an erstmals die eigene Sammlung des Kunsthandwerks aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an den Schnittstellen zu Design und bildender Kunst untersucht. Rund 700 Exponate hat Kuratorin Sabine Runde ausgewählt und für die Schau nach den verwendeten Materialien Papier, Holz, Textil, Glas, Metall und Keramik sowie ihrer gedachten Anwendung in vielgestaltigen Reihungen und Installationen angeordnet. Chronologisch sortiert sind die Werke ebenfalls. Von 1945 bis in die Zweitausenderjahre reicht ihre Spannbreite, sodass sich Änderungen in Formensprache und Wahl der Materialien ablesen lassen.

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