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Geplante Multifunktionshalle : Investor verzichtet auf Bürgschaft für Kaiserlei-Arena

  • -Aktualisiert am

So könnte die Multifunktionshalle am Standort Kaiserlei an der Grenze zu Offenbach aussehen. Bild: Ballcom Digital Public Relations / Stefen Ball

Nun könne weiter an einer Vergabe des Erbbaurechts an das französische Bieterkonsortium Langano gearbeitet werden, teilte die Stadt am Abend mit. Von einem „alternativen Finanzierungskonzept“ ist die Rede.

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          Der Bau einer 120 bis 150 Millionen Euro teuren Multifunktionsarena in Frankfurt am Kaiserlei ist einen großen Schritt weiter: Wie die Stadt am Abend mitteilte, verzichtet das französische Bieterkonsortium Langano auf eine bislang geforderte Bürgschaft der öffentlichen Hand für den Betrieb. Es gebe „ein alternatives Finanzierungskonzept“, das „kurzfristig“ vorgelegt werde.

          „Das sind gute Nachrichten“, sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU) dieser Zeitung. Auch Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider sprach von einer erfreulichen Entwicklung. Dank der klaren Botschaft „Multifunktionsarena ohne Bürgschaft“ könne nun weiter an der Vergabe des Erbbaurechts an Langano gearbeitet werden. Zuvor hatte diese Zeitung berichtet, dass sich für eine Bürgschaft im Rathaus Römer keine politische Mehrheit abzeichne.

          Das für den Bau der 13.000-Zuschauer-Arena vorgesehene Grundstück ist rund 25.000 Quadratmeter groß. Es befindet sich im Eigentum der Stadt Frankfurt und der stadtnahen Stiftung Almosenkasten. Langano hatte sich in einem Ausschreibungsverfahren um Bau, Finanzierung und Betrieb der Multifunktionsarena beworben und den Status als „erster Gesprächspartner“ erhalten. In der Halle sollen regelmäßig Rock- und Popkonzerte stattfinden. Auch die Basketballer der Skyliners und die Eishockey-Löwen sollen dort ihre Heimspiele austragen.

          Seit zwei Monaten gibt es ein Konkurrenzprojekt namens „The Dome“ um die kanadische Katz Group. Sie plant eine im Vergleich zum Kaiserlei-Projekt fast doppelt so große Arena am Flughafen. Frank sagte: „Vielleicht verträgt Frankfurt am Main ja zwei Multifunktionsarenen.“ Die Konkurrenz habe jedenfalls belebend gewirkt.

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