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Monikahaus Frankfurt : Engagiert für Kinder und Eltern

Daniela Birkenfeld (rechts) verabschiedet Margit Grohmann. Bild: Wonge Bergmann

Das Monikahaus in Frankfurt wurde die vergangenen 35 Jahre von Margit Grohmann geleitet. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Wie sieht die Zukunft der sozialen Einrichtung aus?

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          Als Margit Grohmann vor 35 Jahren ihre Arbeit im Monikahaus aufnahm, hieß die Einrichtung noch „Kinderheim des Sozialdienstes katholischer Frauen Frankfurt in der Kriegkstraße“. Das Heim hatte damals 32 Plätze. 22 Mitarbeiter betreuten die Kinder im Alter von einem bis sieben Jahren.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Heute hat das Haus 130 Mitarbeiter. Es ist unter Grohmann zum Familienzentrum mit Kinderkrippe, schulischer Betreuung, Schwangerschaftsberatung, psychologischen Beratungsdiensten und einer Oma-Opa-Vermittlung geworden und als zentrale soziale Einrichtung für Familien im Gallus nicht mehr wegzudenken.

          „Bindung kommt vor Bildung“

          Die Stadt sei sich „der Wichtigkeit des Hilfsangebots bewusst“, sagte Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) gestern bei der Verabschiedung Grohmanns in den Vorruhestand. Birkenfeld verwies auf das große Engagement der Zweiundsechzigjährigen für Kinder und Eltern. Denn Grohmanns Überzeugung sei: „Bindung kommt vor Bildung.“ Birkenfeld attestierte ihr, stets den Mut gehabt zu haben, Dinge anzustoßen und zu bewegen.

          Gaby Hagmanns, Direktorin des Caritasverbands Frankfurt, der Träger des Zentrums ist, sagte, sie schätze die hohe Fachlichkeit Grohmanns; sie sei zudem eine „sehr positionierte Frau“. Als sich etwa die katholische Kirche aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung zurückzog, gründete Grohmann im Jahr 2000 an der Kriegkstraße die erste katholische Kinderkrippe in Frankfurt. Sie wollte Frauen konkrete Perspektiven für die Betreuung ihres Kindes bieten.

          Wie Birkenfeld berichtete, ist Grohmann auch auf die Stadt zugegangen und hat Platz für alleinstehende Flüchtlingsfrauen mit Kindern angeboten. Heike Sienel, Grohmanns Nachfolgerin, wird dieses Vorhaben verwirklichen.

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