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Ende der Freibadsaison : Einhausung des „Hauseners“

Eine Traglufthalle für den Winter: Das Hausener Freibad wird zum Hallenbad. Bild: Frankfurter Bäder/bhl-consultants

Als letztes Frankfurter Freibad beendet das „Hausener“ am Sonntag eine bemerkenswerte Sommersaison. 530.000 Besucher haben Corona zumindest in den Bädern ein wenig vergessen lassen. In Hausen wird es nach einem Umbau im November weitergehen.

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          Die Sonne scheint, die Wassertemperatur beträgt 27,4 Grad. Im Freibad Hausen herrschen am Freitag beste Bedingungen zum Sonnenbaden. Bis zum Beginn der „Hygienestunde“ um 14 Uhr, in der wie in allen Einrichtungen der Bäderbetriebe coronakonform desinfiziert wird und die Umkleidetrakte grundgereinigt werden, nutzen das 238 Badegäste. Die Freibadsaison könnte eigentlich noch ein wenig weitergehen. Aber das „Hausener“ wird dennoch an diesem Sonntag wie üblich zum Tag der Deutschen Einheit schließen und einen für die Bäderbetriebe bemerkenswerten Sommer als letztes Bad beenden. Insgesamt haben trotz des durchwachsenen Wetters 530.000 Gäste die acht Freibäder besucht. Das sind gut 30.000 mehr als im ersten Corona-Jahr 2020, und das, obwohl das im April geschlossene Rebstockbad als stets bestbesuchtes Bad weggefallen ist.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Sportdezernent Mike Josef (SPD), der seit dem Magistratsumbau auch Aufsichtsratschef der Bäderbetriebe ist, glaubt, dass die Zahlen zum einen darauf hindeuten, dass die Bürger sich nach gewisser Unsicherheit im Vorjahr mit dem Hygienekonzept arrangiert und Vertrauen entwickelt hätten. „Die Menschen haben zudem ihr Urlaubsverhalten verändert: Die Möglichkeiten vor Ort werden wichtiger. Darauf müssen wir uns als Stadt einrichten und die Sportmöglichkeiten im Blick haben“, sagt Josef. Der Stadtrat verweist zudem erfreut auf die Zahl von gut 5000 Kindern, die bis Jahresende einen Schwimmkurs absolviert haben werden. „Die Hälfte davon hat das Seepferdchen erworben, wir haben ein Stück aufgeholt nach dem fast verlorenen Jahr 2020.“

          Auch unter diesem Gesichtspunkt sind die Arbeiten rund um das Hausener Becken von Bedeutung: Zwei Container am Beckenrand, die mit Gas Wärme erzeugen sollen, sind die Vorboten. Bis Mitte November soll eine gut 50 mal 50 Meter große, Euro teure Traglufthalle das beliebte Freibad in ein provisorisches Hallenbad verwandeln und wenigstens zum Teil kompensieren, was bis zur Eröffnung des neuen Rebstockbades an Wasserfläche verloren ist. „Das Hausener wird aber rund um den 1. April wie üblich wieder das erste Freibad sein, das öffnen wird“, sagt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe. Bis dahin können Schwimmfreunde alle Hallenbäder und die Titus Thermen nutzen; auch die Sauna Höchst ist von diesem Wochenende an geöffnet.

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