https://www.faz.net/-gzg-p8vi

Militär : Frankfurt von Truppenabzug der Amerikaner kaum betroffen

  • Aktualisiert am

Frankfurt war einmal die „amerikanischste“ Stadt Deutschlands. Doch nach einem starken Abbau von amerikanischen Truppen in der Vergangenheit ist von dem geplanten weiteren Abzug kaum betroffen.

          Die Stadt Frankfurt sieht sich von dem geplanten weiteren Abzug der amerikanischen Truppen aus Deutschland kaum betroffen. Die einstmals „amerikanischste Stadt Deutschlands“ mit zeitweise mehr als 23.000 stationierten amerikanischen Soldaten habe die wirtschaftlichen Folgen des Abzugs im hohen Maße hinter sich, sagte der Referent der Oberbürgermeisterin, Felix Semmelroth, am Montag. Die wirtschaftlichen Folgen habe die Stadt gut verkraftet und die Beziehungen auf wirtschaftlicher und kultureller Ebene sogar intensiviert.

          „Die Beziehungen nach Amerika haben sich nach dem Abzug positiv entwickelt“, sagte Semmelroth. Belege seien die zahlreichen Niederlassungen von amerikanischen Unternehmen in Frankfurt, weiterhin hohe Besucherzahlen von Touristen und der Ausbau des amerikanischen -Konsulats. Es sei nach London das zweitgrößte in Europa. „Neben der Hauptstadt Berlin ist Frankfurt für die Amerikaner die erste Adresse in Deutschland.“ Die Wohngebiete der amerikanischen Truppen seien erfolgreich städtebaulich entwickelt worden.

          Die Rhein-Main-Airbase am Flughafen ist die letzte größere Dienststelle des amerikanischen Militärs in Hessen größter Stadt. Bis Ende 2005 sollen die verbliebenen rund 3.000 Soldaten, Angehörigen und Zivilbeschäftigten ins pfälzischen Ramstein bei Kaiserslautern verlegt werden - unabhängig von den möglicherweise noch weiter gehenden Umstrukturierungsplänen der amerikanischen Regierung. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi ist 51 Frankfurter Zivilbeschäftigten bereits gekündigt worden, ohne daß ihnen Ersatzarbeitsplätze angeboten worden seien.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Passagiere des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook am Flughafen von Palma de Mallorca.

          Thomas Cook ist pleite : Was Reisende jetzt wissen müssen

          Die Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verunsichert Tausende von Urlaubern. Geht mein Geld verloren? Wie sicher ist das Absicherungsversprechen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für Reisende.
          Volkstribun? Der Landesvorsitzende der AfD in Brandenburg, Andreas Kalbitz

          Populismus : Die da oben

          Populisten geben sich gerne als Männer und Frauen des Volkes. Am Beispiel der AfD kann man jedoch sehen: Kritiker der „Elite“ sind meist elitärer, als ihre Rhetorik vermuten lässt.
          Glitzernde Autoshows wollen die Marketingstrategen der Firmen nicht mehr.

          War’s das mit der IAA? : Dilettanten am Steuer

          Wie ruiniert man eine IAA? Man nehme streitende Konzerne, einen Frankfurter Oberbürgermeister und einen hilflosen Verband. Schadenfreude? Ist nicht angebracht. In Deutschland sollten die Alarmglocken schrillen.
          Das Mercedes-Benz Logo auf dem Turm des Hauptbahnhofes in Stuttgart.

          Brandbrief : Daimler-Vorstand rüttelt die Belegschaft wach

          Der Daimler-Vorstand Ole Källenius will mit einem Brandbrief seine Führungskräfte wachrütteln: Daimler will kurzfristig mindestens 4,2 Milliarden Euro einsparen. Die Mitarbeiter sollen selbst Ideen dafür finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.