https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/mieten-in-guenstigen-stadtteilen-frankfurts-steigen-16402249.html

Wohnungspreise in Frankfurt : Mieten in günstigen Stadtteilen Frankfurts steigen weiter

  • Aktualisiert am

Auch die Preise in den günstigeren Stadtteilen Frankfurts ziehen schnell an. Bild: dpa

Die Gentrifizierung in Frankfurt setzt sich fort: Laut einer Studie steigen die Mietpreise auch in den günstigeren Stadtteilen der Mainmetropole – zum Teil rasanter als in den bereits teuren Vierteln.

          1 Min.

          Mieter in Frankfurt müssen gerade in einigen vergleichsweise günstigen Stadtteilen rasante Steigerungen verkraften. Zwar sei die Kluft bei den Mieten zwischen teuren und billigeren Vierteln groß, doch die Preise in vielen günstigen Stadtteilen ziehen schnell an, zeigt eine am Mittwoch vorgestellte Studie des Immobilienberaters ImmoConcept.

          Demnach sind die Mieten in Frankfurt binnen zehn Jahren im Schnitt um fast 45 Prozent gestiegen. In eher günstigen Stadtteilen wie Fechenheim, Harheim, Sindlingen und Frankfurter Berg wurden in den vergangenen zwölf Monaten im Mittel 11 Euro je Quadratmeter im Bestand fällig und 14 Euro bei Neubauten, heißt es in dem Papier. In teuren Viertel wie dem Westend oder der Altstadt mussten Mieter indes mit 17 Euro im Bestand und mehr als 20 Euro bei Neubauten rechnen.

          Doch die Mieten seien in manchen weniger angesagten Viertel schneller gestiegen als in schon teuren Quartieren, so die Autoren. So schossen die Bestandsmieten im Stadtteil Riederwald in zehn Jahren um 85 Prozent hoch – auch wegen der Nähe zur Europäischen Zentralbank.

          Stark nach oben ging es auch im Gutleut (58 Prozent), Gallus (55) und Frankfurter Berg (53). „Im Gutleut ist mit dem neuen Europaviertel eine Gentrifizierung zu beobachten“, berichtete ImmoConcept. In der teils aufgewerteten Altstadt kletterten die Mieten in dem Zeitraum um 60 Prozent und im Westend-Nord um 46 Prozent. Im Westend-Süd (37) und Sachsenhausen-Süd (40) wuchsen die Mieten weniger als im Schnitt.

          „Der Preisanstieg hat zwar seit 2015 marginal an Geschwindigkeit verloren, ein Ende der Entwicklung ist aber nicht in Sicht“, sagte Bernd Lorenz, Geschäftsführer von ImmoConcept, in Frankfurt. Nicht nur die Mieten kletterten deutlich, auch die Kaufpreise hätten sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt (plus 130 Prozent).

          Frankfurt strahle zunehmend auch auf Nachbarstädte wie Offenbach ab. Dort seien die Mieten in dem Zeitraum um 48 Prozent gestiegen und die Preise um 118 Prozent. Immer mehr Menschen ziehe es an den Stadtrand oder weiter. „Die Karawane zieht weiter ins Umland“, sagte Lorenz.

          Kritik an Vermietern: Demonstration und Stimmungsmache. Öffnen
          Wohnen in Frankfurt : Was kann ich mir leisten? Bild: F.A.Z.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ukrainekrieg und Deutschland : Stell dir vor, die Ukraine gewinnt

          Die Angst der Deutschen vor horrenden Gasrechnungen ist groß. Das spielt Putin-Verstehern und Querdenkern in die Hände. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist das fatal. Über eine gefährlich verschobene Debatte.
          Mike Pence am 17. August in Manchester, New Hampshire

          FBI-Durchsuchung in Mar-a-Lago : Mike Pence widerspricht Donald Trump

          Nach der Durchsuchung in Mar-a-Lago stellt sich der frühere Vizepräsident Mike Pence vor das FBI. Bei einem Auftritt in New Hampshire lässt er erkennen, dass er bereit ist, einen konfrontativeren Kurs gegen seinen ehemaligen Chef zu fahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.