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Kampf gegen „Bürokratiemonster" : Wohnungsgesellschaft bringt Mieter gegen sich auf

Kein teures Pflaster: In der Nordweststadt kann man noch günstig wohnen. Aber auch dort hebt die Heimstätte einige Mieten an. Bild: © Ben Kuhlmann

Die Mietpreise in Frankfurt sind horrend. In der Nordweststadt jedoch war günstiges Wohnen bisher noch möglich. Nun rufen die Mieterhöhungen der öffentlichen Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte Streit hervor.

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          Wann ist ein guter Zeitpunkt für eine Mieterhöhung? Wahrscheinlich niemals, mögen Mieter antworten. Aber in der Corona-Krise passt es besonders schlecht: Das meint zumindest das Bündnis „Mietenwahnsinn-Hessen“, und so dachten zunächst auch die Gesellschafter der Nassauischen Heimstätte. Deshalb hatten sie veranlasst, dass die öffentliche Wohnungsgesellschaft zumindest im vergangenen Jahr auf Mieterhöhungen verzichtet hat. Nun allerdings werden die Mieten wieder angehoben, dabei ist der neuerliche Lockdown noch gar nicht überstanden. Das sei ungerecht, meint die Initiative. Das sei nötig, entgegnet die Wohnungsgesellschaft.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im gesamten Stadtgebiet hat die Nassauische Heimstätte nun 2121 Mieterhöhungen ausgesprochen, darunter viele, die im vergangenen Jahr aufgeschoben worden waren. Gestritten wird darüber vor allem in der Nordweststadt. Dort hat die Nassauische Heimstätte nach Angaben eines Sprechers zum 1. Januar beziehungsweise 1.März für 253 Wohnungen die Miete erhöht, und zwar dergestalt, dass die Steigerung innerhalb von drei Jahren zwischen vier und 15 Prozent steigt. Eigentlich wollte die Heimstätte sogar für 396 Wohnungen die Mieten anpassen. Weil für die Gesellschaft gilt, dass Bezieher niedriger und mittlerer Einkommen höchstens jährlich ein Prozent mehr Miete zahlen müssen, wurde zuvor abgefragt, ob das Einkommen unter der festgelegten Grenze liege, was 143 Mieter beweisen konnten.

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