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Mentoring-Projekt der Caritas : Ein kleiner Beitrag zur Integration

  • -Aktualisiert am

Ungeteilte Aufmerksamkeit: Nora Geis und der neunjährige Aland am Mainufer im Sommerhoffpark Bild: Lando Hass

Die Frankfurter Caritas bringt geflüchtete Kinder mit Mentoren zusammen. Der Bedarf ist groß. Nach längerer Pause wegen der Pandemie sind Ausflüge jetzt wieder möglich.

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          Nora Geis sitzt auf einer kleinen Mauer in der Hofeinfahrt einer Übergangsunterkunft für Geflüchtete und wartet auf den neun Jahre alten Aland. Die vierundzwanzigjährige Studentin der Wirtschaftsgeographie hat ihr Fahrrad dabei, denn sie möchte heute mit Aland eine Radtour unternehmen. Seit einem Jahr treffen sich die beiden wöchentlich im Rahmen des Mentoring-Projekts „FiL“ der Frankfurter Caritas. „FiL“ steht für Freunde im Leben. Auf Arabisch ist Fil außerdem das Wort für Elefant, der für Weisheit, Kraft und Geduld steht. Und genau das sollen auch die Mentoren und Mentorinnen mitbringen.

          „2015 haben wir uns im Verband überlegt, was wir machen können, um die geflüchteten Kinder zu unterstützen und ihnen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen“, sagt die Projektleiterin Noura Taibi. Sie bringt die Mentoren mit den Kindern zusammen. Vorerfahrungen brauchten Interessierte keine, lediglich zwei bis vier Stunden Zeit pro Woche. Am Anfang stehe ein Workshop. „Da beschäftigen wir uns mit Kinderschutz, interkulturellen Kompetenzen und erklären den Mentorinnen und Mentoren auch, wie sie ihre Auslagen erstatten lassen können.“ Kinotickets, Schwimmbad- und Zooeintritte zahlt die Caritas. Außerdem gibt es ein Kennenlerntreffen mit der Familie. Aktuell sind elf Mentoren in dem Projekt. „Bedarf für mehr ist auf jeden Fall“, sagt Taibi.

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