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Verkehrssituation in Frankfurt : Viele Unternehmer finden Mainufer-Sperrung in Ordnung

Umstritten: Die Teilsperrung der nördlichen Mainuferstraße findet unter einer erheblichen Minderheit von Unternehmern Zuspruch Bild: Lucas Bäuml

Die Mehrheit der Bürger und Unternehmer ist unzufrieden mit der Verkehrssituation in Frankfurt. Bus- und Bahntickets sind vielen laut Umfrage zu teuer. Überraschend sind Daten zur Frage, ob eine Mainuferstraße für Autos gesperrt werden soll.

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          Viele Staus, wenige Parkplätze und zu teurer Nahverkehr mit zu vielen Verspätungen – die große Mehrheit der Bürger und Unternehmer ist unzufrieden mit der Verkehrssituation in Frankfurt und den angrenzenden Landkreisen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa. 300 Unternehmer und rund 1000 Bürger aus Frankfurt und dem Umland sind dazu befragt worden.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aufmerken lassen dürfte folgender Befund: Fast die Hälfte der befragten Unternehmer kann sich nach eigener Aussage zumindest mit der zeitweisen Sperrung einer Mainuferstraße anfreunden. Ein Viertel empfindet es sogar als in Ordnung, eine dieser Straßen dauerhaft zu sperren. Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer wettern dagegen bisher gegen den laufenden Verkehrsversuch.

          „Das ist schwierig“

          Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben jeweils an, mit der Höhe der Parkgebühren, der Stausituation, dem Verkehrsfluss und der Verfügbarkeit von Parkplätzen zu sein. Von den Nutzern des Nahverkehrs störten die meisten vor allem die Ticketkosten. 68 Prozent der Bürger und 57 Prozent der Unternehmen bezeichneten sie als zu hoch. Tatsächlich gehören die Monatstickets in Frankfurt zu den teuersten bundesweit, wie jüngst eine Analyse des Automobilclubs ADAC ergeben hatte.

          In München, Hannover und Stuttgart etwa sind sie demnach rund ein Drittel günstiger. Wenig Kritik dagegen gab es in der Umfrage an der Sicherheit im Nahverkehr, der Taktung, und der Anbindung. Rund drei Viertel der befragten Bürger gaben an, damit „sehr zufrieden“ oder „eher zufrieden“ zu sein.

          Der Handwerkspräsident Bern Ehinger kritisierte den Magistrat der Stadt scharf. 20 Mal hebe er zum Beispiel mit dem Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling (SPD) über Verkehrsprobleme gesprochen, nie sei danach etwas passiert. „Das ist schwierig, um es vorsichtig auszudrücken.“ Er habe den Eindruck, die Stadt errichte erst Baustellen und schaue dann, ob sich Staus bilden. Nötig sei aber eine vorausschauende Planung.

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