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Frankfurter Flughafen : Bundespolizei weist mehr als 100 Nicht-EU-Bürger ab

  • Aktualisiert am

Erhöhte Kontrollen: Bundespolizei setzt das Einreiseverbot am Frankfurter Flughafen durch Bild: dpa

Am Flughafen Frankfurt sind am ersten Tag des Einreiseverbots bereits mehr als 100 Nicht-EU-Bürger abgewiesen worden. Das Einreiseverbot gilt für 30 Tage und soll die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.

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          Am Frankfurter Flughafen hat die Bundespolizei schon am ersten Tag des Einreiseverbots mehr als 100 Fluggäste aus Nicht-EU-Ländern abgewiesen. Bis 11.00 Uhr am Mittwochvormittag waren es exakt 139 Personen, wie ein Sprecher der Bundespolizei berichtete. Die Menschen warteten auf der Wache oder im Transitbereich auf ihre Rückflugmöglichkeiten, zu denen die Fluggesellschaften verpflichtet seien. Sie kämen aus vielen verschiedenen Staaten wie den Vereinigten Staaten, Brasilien oder Thailand.

          Die Bundespolizei setzt seit Dienstagabend das wegen der Coronakrise verhängte weitgehende Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger um. Es wurden bereits deutlich mehr als 5000 Menschen kontrolliert. Am größten deutschen Flughafen wurden am Mittwoch mehr als 100 Flüge aus dem Nicht-Schengengebiet erwartet. Die Europäische Union will mit sofortiger Wirkung für 30 Tage ein Einreiseverbot durchsetzen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen.

          Staatsangehörigen von EU-Staaten und ihren Angehörigen wird die Durchreise durch Deutschland gestattet. Das gilt auch für Bürger aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Es gibt auch Ausnahmen für Drittstaatsangehörige mit längerfristigem Aufenthaltsrecht in einem EU-Staat.

          Viele Passagiere konnten nicht reagieren

          Die Bundespolizei rechnet aber mit einem schnellen Abebben der Fallzahlen bei den Abweisungen, sobald die Fluggesellschaften die neuen Regelungen berücksichtigen könnten. „Die Airlines reagieren bereits. Bald werden die Nicht-EU-Bürger gar nicht mehr ins Flugzeug nach Europa steigen können“, sagte der Bundespolizeisprecher. Am Dienstagabend war die Weisung von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) umgehend in Kraft gesetzt worden, so dass etliche Passagiere nicht mehr reagieren konnten. Der Flughafenbetreiber Fraport hat vorsorglich Feldbetten im Transitbereich aufgestellt.

          Untersuchungen auf den neuartigen Coronavirus finden weiterhin nur im Verdachtsfall statt. Der Frankfurter Airport ist nach Angaben des hessischen Sozialministeriums ein sogenannter IGV-Flughafen. IGV steht für Internationale Gesundheitsvorschriften. Darin sei das Verfahren klar und einheitlich für alle entsprechenden Flughäfen festgelegt „und verpflichtet die Piloten, vor der Landung mögliche Erkrankte zu melden“, erläuterte die stellvertretende Ministeriumssprecherin Isabelle Dollinger.

          Piloten müssen erkrankte Passagiere melden

          Das Verfahren sei aktuell durch eine Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums ergänzt worden: „Piloten müssen seit mehreren Wochen vor der Landung eine sogenannte Clear-Meldung abgeben: Meldet der Pilot einen oder mehrere Erkrankte im Flieger, wird das Gesundheitsamt informiert und untersucht die Passagiere. Meldet der Pilot keine Erkrankten im Flieger, können die Passagiere normal von Bord gehen.“ Dieses Vorgehen werde an allen IGV-Flughäfen einheitlich gehandhabt und sei mit dem Robert Koch-Institut abgestimmt.

          Bei der Rückholaktion für im Ausland gestrandete Touristen sind die Maschinen des Ferienfliegers Condor voll besetzt. „Die Leute sind extrem erleichtert“, berichtete eine Sprecherin am Mittwoch in Frankfurt. In einigen Zielländern wie beispielsweise der Dominikanischen Republik hatte es zunächst geheißen, dass gar keine Flieger aus Europa mehr landen dürften. Inzwischen habe man die Hindernisse aber abgeklärt.

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