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Online-Petition in Frankfurt : Gegen Autos am Mainkai

  • -Aktualisiert am

Umstrittenes Projekt: der gesperrte Mainkai in Frankfurt Bild: Diana Cabrera Rojas

Diese Frage entzweit nicht nur die Frankfurter Stadtpolitik: Soll der Mainkai für Autos gesperrt bleiben? Im Herbst soll die Sperrung enden. Eine Bürgerinitiative heißt das gut, eine andere nicht. Sie sammelt online Unterschriften.

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          Die Bürgerinitiative für einen autofreien Mainkai in Frankfurt hat nach eigenen Angaben schon mehr als 8000 Unterschriften für ihre Online-Petition an die Stadt gesammelt. Ziel der Aktion ist es zunächst, den Verkehrsversuch mit der Sperrung des nördlichen Mainufers für Kraftfahrzeuge um ein Jahr zu verlängern. Nach derzeitigem Stand soll der Test im Herbst beendet werden und der Straßenabschnitt zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke dann wieder befahrbar sein.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Bürgerinitiative Mainkai hatte der für die Innenstadt zuständige Ortsvorsteher und stellvertretende Frankfurter SPD-Vorsitzende Oliver Strank im vergangenen Oktober gegründet. Sie argumentiert, dass der Versuch am Mainkai wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen verringerten Fahrzeugaufkommens buchstäblich ins Leere gelaufen sei. Die für Mitte März geplante Verkehrszählung sei jedenfalls konsequenterweise abgesagt worden. Um über Erfolg oder Misserfolg der Mainkai-Sperrung zu entscheiden, bedürfe es einer Zählung unter normalen Bedingungen, fordert die Bürgerinitiative.

          Mehr Verkehrslärm und Luftverschmutzung im Süden

          Eine andere Bürgerinitiative mit Namen „Sachsenhausen wehrt sich“ freut sich indes über das bevorstehende Ende der Sperrung Anfang September. Seit das nördliche Mainufer nicht mehr durchgängig mit Autos befahrbar sei, komme es südlich des Flusses zu Staus; Verkehrslärm und Luftverschmutzung hätten dort in unzumutbarem Maß zugenommen, sagt deren Vorsitzender Herbert Schmoll.

          Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch die CDU im Römer. Sie wirbt deshalb, ebenso wie die Grünen, für einen Kompromiss: die Zahl der Fahrspuren am Mainkai von drei auf zwei reduzieren und gleichzeitig auf beiden Seiten Radstreifen anlegen.

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