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Lübcke-Mord : Wartenschlangen schon in der Nacht auch vor zweitem Prozesstag

  • Aktualisiert am

Wegweisend: Schilder und Barrieren vor dem Frankfurter Gerichtsgebäude Bild: Wonge Bergmann

Auch am zweiten Verhandlungstag im Fall Lübcke stehen nur wenige Plätze für Medienvertreter und Zuschauer frei. Folge: Interessierte campierten abermals viele Stunden vor Prozessbeginn vor dem Gerichtsgebäude in Frankfurt.

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          Vor Beginn des zweiten Verhandlungstages im Prozess um den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben in der Nacht zum Donnerstag abermals Journalisten und Besucher vor dem Gerichtsgebäude angestanden. Bereits in den frühen Morgenstunden hatten sich rund zwei Dutzend Interessierte versammelt, um sich einen der Plätze im Saal zu sichern.

          Seit Dienstag muss sich der 46 Jahre alte Deutsche Stephan Ernst vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) als Hauptverdächtiger verantworten. Der 44 Jahre alte Deutsche Markus H. ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Nach Angaben einer Justizsprecherin soll am Donnerstag die Beweisaufnahme beginnen.

          Mit einem Kopfschuss getötet

          Bereits zum Prozessauftakt am Dienstag hatten sich in der Nacht lange Schlangen vor dem Gerichtsgebäude gebildet. Wegen der Covid-19-Pandemie ist der Zugang für Besucher und Journalisten stark beschränkt.

          Ernst wird vorgeworfen, den CDU-Politiker in der Nacht zum 2. Juni 2019 auf der Terrasse von Lübckes Haus mit einem Kopfschuss getötet zu haben. Die Bundesanwaltschaft sieht ein rechtsextremistisches Motiv. Ernst hatte die Tat gestanden, dies aber später widerrufen.

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