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Ungewöhnliches Produkt : Quinoa-Pesto aus dem Taunus

Exotisch: heranreifende Quinoa-Pflanzen auf einem Feld in Frankfurt-Schwanheim Bild: Frank Rumpenhorst

Auf zwei Hektar zieht Michael Farquharson das Pseudogetreide aus den Anden – und verarbeitet Blätter zu Paste und Samen zu Sirup.

          3 Min.

          Dieser Text entsteht nach einem Besuch auf einem Quinoa-Feld im Morgenlicht und einem mittäglichen Müsli mit gemälzter Quinoa und Quinoa-Sirup – und in Erwartung eines Abendessens mit Pesto aus Quinoa-Blättern. Er ist aber natürlich äußerst objektiv.

          Florentine Fritzen
          Korrespondentin im Hochtaunuskreis

          Der Reihe nach. Das Feld mit den silbergrünen, etwa hüfthohen Quinoa-Pflanzen liegt im Frankfurter Stadtteil Schwanheim, ganz nah an der berühmten Binnendüne. Es gehört einem Landwirt, der es dem Taunus Farmboy überlassen hat. Der Taunus Farmboy, groß, sehr schlank und mit grauem Kurzhaarschnitt, heißt Michael Farquharson. Er ist 64 Jahre alt, in den frühen Achtzigern aus Schottland nach Deutschland gekommen und lebt mit seiner Frau im Bergdorf Eppenhain, das zu Kelkheim gehört. Auch im Taunus hat er es schon mit dem Quinoa-Anbau versucht. Davon erzählt Farquharson mit deutlich schottischem Akzent, während er in zerrissener Jeans und Karohemd mit sonnengebräunten Händen Blätter von den Pflanzen zupft. Die Quinoa gedeiht. Auf dem Feld im nahen Steinbach dagegen wucherten Brombeersträucher, die kaum zu bändigen waren, und auch in Hofheim-Wallau hat es nicht richtig geklappt. Aber der sandige Schwanheimer Boden direkt am Main passt gut zu der Pflanze, die sonst in 4000 Meter Höhe in den Anden wächst.

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