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Lokaltermin : Schakschuka und Tabule

Rustikaler Charme: Die „Hummus Küch’“ bereichert die kulinarische Vielfalt Sachsenhausens um eine israelische Note. Bild: Wonge Bergmann

Seit der Eröffnung der „Hummus Küch’“ im Sommer bereichern Miki Lev-Ari und sein Team die kulinarische Vielfalt Sachsenhausens um eine israelische Note.

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          Im Grunde ist die „Hummus Küch’“ nichts weiter als ein Imbiss. Geordert wird an der mit rustikalem Holz verkleideten Theke, gegessen an den wenigen schlichten Holztischen, für die in dem schmalen Raum mit den großen Fensterscheiben Platz ist. Viele der Gäste bestellen die gut zwei Dutzend Gerichte auf der Karte aber auch zum Mitnehmen, für das schnelle Mittagessen im Büro, einen Snack zwischendurch oder für ein unkompliziertes Abendessen daheim.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Und doch ist die „Hummus Küch’“ viel mehr als ein Imbiss – das kleine Lokal an der Textorstraße ist ein Phänomen. Seit der Eröffnung im Sommer bereichern Miki Lev-Ari und sein Team die kulinarische Vielfalt Sachsenhausens um eine israelische Note nach Rezepten seiner Großmutter – und treffen damit den Nerv einer immer größer werdenden Stammkundschaft.

          Hummus in zehn Varianten

          Im Mittelpunkt steht dabei die im gesamten Mittelmeerraum verbreitete Kichererbsencreme Hummus. Sie wird von dem gebürtigen Israeli, der seit 15 Jahren in Frankfurt lebt, in zehn Varianten serviert, jeweils als Tellergericht oder wie ein Döner im Pita-Brot. Die einfachste Form ist „Hummus Plain“, also pures Hummus mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl (sechs beziehungsweise 4,50 Euro). Wer mag, kann diese Version aber auch mit Kichererbsen oder Falafel-Bällchen aufwerten. Beim „Hummus Ful“ kommen zur Creme noch Favabohnen, ein gekochtes Ei und etwas Tahina (leicht bittere Sesampaste) mit auf den Teller oder in die Pita (sieben beziehungsweise 5,50 Euro), und „Hummus mit Musik“ mit marinierten Zwiebeln (sechs beziehungsweise 4,50 Euro) ist gewissermaßen die israelische Reverenz an Sachsenhausen.

          Die beiden vielleicht besten Varianten heißen „Hummus Sabih“ und „Hummusschuka“: Bei der ersten wird die Creme mit gegrillten Auberginen, gebratenen Kartoffelscheiben, einem gekochten Ei und etwas Rotkrautsalat serviert (8,50 beziehungsweise 5,80 Euro), bei der zweiten kommt Schakschuka dazu, eine würzige Paprika-Tomaten-Zwiebel-Soße mit einem pochierten Ei (7,50 beziehungsweise sechs Euro). Was einfach und unspektakulär klingt, schmeckt aromatisch, würzig und wunderbar leicht, ist aber dennoch enorm sättigend – wer zum ersten Mal in der „Hummus Küch’“ isst, der sollte sich nicht zu viel vornehmen. Unbedingt probieren sollte man, wenn nicht beim ersten, dann auf jeden Fall beim zweiten Besuch, allerdings den milden Tabulesalat aus Bulgur, Tomaten und Petersilie und die Borekas, gefüllte Blätterteigtaschen mit Schafskäse, Salat, Falafel und Ei (fünf Euro).

          Dass die Leute ihnen von Anfang an die Bude eingerannt haben, hat Miki Lev-Ari und seine Mitstreiter überrascht. Aber wer einmal von ihrer täglich frisch, im Gegensatz zu den meisten Supermarkt-Produkten ohne Öl zubereiteten Hummus-Creme gekostet hat, der kann sich vorstellen, warum halb Sachsenhausen danach verrückt ist. In Zeiten, da vegetarische Speisen allgemein hoch im Kurs stehen, dürfte der Boom an der Textorstraße so schnell nicht zu Ende gehen.

          „Hummus Küch’“, Textorstraße 31, Sachsenhausen, Telefon 24 24 79 16, Internet www.hummus-küch.de. Geöffnet montags bis samstags von 11.30 bis 22 Uhr, sonntags geschlossen.

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