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Lokaltermin im Lockdown-Modus : Aus der Küche in die Box

  • -Aktualisiert am

Genuss aus der Kiste: Fast fertige und für den Transport vakuumierte Gerichte müssen daheim nur noch warm gemacht werden. Bild: Wonge Bergmann

Die Corona-Pandemie stellt Restaurants vor große Herausforderungen. Viele Betriebe haben kreative Modelle entwickelt, um ihr Essen doch noch an den Gast zu bringen. Wer kein typisches Take-away möchte, muss kochen – oder Päckchen bestellen.

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          Essen zum Mitnehmen – nicht jeder Gastronom findet diese Idee einleuchtend. Manche führen logistische Gründe an, manche sagen, es lohne sich nicht. Andere können sich nicht vorstellen, das, was sie sonst auf die Teller bringen, in Warmhaltegefäße zu verpacken. Aus diesen Bedenken heraus wiederum haben etliche Betriebe andere Modelle entwickelt, von Menüs und Süßigkeiten in Boxen bis hin zu Essen im Weckglas.

          „Margarete zu Hause“ heißt das Angebot, mit dem das Restaurant „Margarete“ an der Frankfurter Braubachstraße auf den Lockdown im Frühjahr reagiert hat. Seitdem haben die Betreiber Simon Horn und Raffaele Schöbel den Service beibehalten, im Sommer zusätzlich zum regulären Betrieb, jetzt wieder anstelle dessen: Über die Internetseite des Lokals kann man die sogenannten Margarete-Boxen bestellen mit Gerichten, deren einzelne Bestandteile fertig gegart und gewürzt sind, vakuumiert wurden und von dem, der sie kauft, in heißem Wasser erwärmt und auf dem Teller zusammengefügt werden müssen. „Wir kochen, du richtest an“, heißt das Prinzip. Derzeit sind auch Weihnachtsboxen unter anderem mit Bethmännchen im Angebot, die Firmen ihren Mitarbeitern nach Hause schicken können.

          Informationen und Preise auf der Homepage des Restaurants.

          Weihnachtsmärkte wird es in diesem Jahr keine geben. Ein paar Sachen, die man dort sonst gerne konsumiert, kann man sich aber nach Hause holen, zum Beispiel bei der Frankfurter Confiserie Graff: Zimtsterne, Bethmännchen, Pralinen, dazu Apfelwein der Kelterei Possmann und Gewürze, um Glühwein daraus zu machen. Eine Box kostet knapp zehn Euro, man kann sie bei Graff, Reichsburgstraße 12 in Rödelheim, abholen oder online bei Possmann bestellen.

          Vom Lockdown-Service der Tiger & Palmen-Gruppe, zu dem auch Gerichte im Weckglas aus der Küche des Zwei-Sterne-Restaurants „Lafleur“ gehören (auch für Veganer ist etwas dabei), war auf dieser Seite schon einmal die Rede, das aktuelle Angebot ist auf der Homepage des Restaurants zu finden.

          Ein Drei-Gänge-Menü zum Abholen, bei dem die einzelnen Komponenten ähnlich wie bei den Margarete-Boxen mit Topf und Pfanne schnell zu erwärmen und fertigzustellen sind, bietet regelmäßig auch das kleine, aber feine Restaurant „Bidlabu“ in der Frankfurter Innenstadt an. Neuerdings sind zusätzlich Delikatessen wie etwa ein hausgemachtes Entenschmalz im Glas im Angebot.

          Und wer einmal etwas von einem anderen als einem hiesigen Koch essen möchte: Der fernsehbekannte Alexander Herrmann aus Wirsberg hat für Konzeption und Versand von Kochboxen ein eigenes Unternehmen gegründet. Angeboten werden fast fertig zubereitete Drei-Gänge-Menüs für zwei Personen, inklusive Wein, Versand per Express: www.starchefbox.de.

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