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Lokaltermin : Hummus und Taboulé-Salat

Neue Tapas-Bar im Frankfurter Ostend: „Bei Frau Nanna“ Bild: Wonge Bergmann

Den EZB-Leuten nebenan scheint es zu schmecken, sie haben Spagetti mit Bolognese, Bouletten mit Kartoffelgratin, vegetarisches Moussaka und Picatta vom Kalb bestellt. Hoffentlich kommen sie auch einmal abends vorbei: „Bei Frau Nanna“ im Ostend.

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          Die Leute am Nachbartisch sprechen tatsächlich Englisch. Genauso haben wir uns das vorgestellt, hier in unmittelbarer Nähe zur EZB, deren Mitarbeiter zur Mittagszeit inzwischen im gesamten Ostend anzutreffen sind. Also auch hier, „Bei Frau Nanna“. Das Lokal am Ernst-Achilles-Platz ist noch ziemlich neu, und ihren Mittagstisch haben die Betreiber erst seit zwei Wochen im Angebot. Aber über einen Mangel an Gästen können sie sich nicht beschweren.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Auch den EZB-Leuten nebenan scheint es zu schmecken, sie haben von der kleinen Karte Spagetti mit Bolognese, Bouletten mit Kartoffelgratin, vegetarisches Moussaka und Picatta vom Kalb bestellt. Hoffentlich kommen sie auch einmal abends vorbei. Denn der ständig wechselnde Mittagstisch ist mit Preisen zwischen 4,90 und 11,50 Euro zwar recht günstig, aber bietet fast nichts von dem, was die beiden Gründer sich auf die Fahnen geschrieben haben: eine flotte Mischung von mediterranen Kleinigkeiten mit Einflüssen aus Spanien, Marokko, Griechenland und dem Libanon.

          Diese tatsächlich sehr gut gemachten Tapas und Mezze gibt es in dem hellen und freundlichen, im gerade überall angesagten Industriedesign eingerichteten Lokal leider nur am Abend. Die Auswahl auf der Karte reicht von Tsatsiki und einfachen Patatas Bravas mit Aioli über gefüllte Weinblätter, Datteln im Speckmantel und marinierte Sardellen bis zu Taboulé-Salat und gegrilltem Oktopus. Einen abwechslungsreichen Überblick bietet der gemischte Tapasteller (15,90 Euro), den es auch in einer vegetarischen Version (14,90 Euro) gibt.

          Eine Spezialität von „Frau Nanna“ sind die verschiedenen Hummus-Variationen, von denen man zumindest eine unbedingt probieren sollte: Die inzwischen auch hierzulande sehr verbreitete und in der vegetarischen und veganen Küche sehr beliebte Kichererbsen-Creme gibt es hier ganz klassisch mit Olivenöl und Petersilie (5,90 Euro) oder mit gebratenen Pilzen, mit gebratenem Antipasti-Gemüse, mit einem libanesischen Topping aus Petersilie, Minze, gehackten Tomaten und schwarzem Sesam oder nach Art des Hauses mit Granatapfelkernen, Minze, getrockneten Tomaten und geraspeltem Peccorino (je 6,50 Euro).

          Wer unbedingt ein Hauptgericht essen möchte, der sollte sich am besten für die Gambas a la plancha entscheiden, ungeschälte Garnelen, die mit Zitronen-Aioli als 500-Gramm-Portion (24,50 Euro) oder als Ein-Kilo-Berg (37,50 Euro) an den Tisch kommen. Das ist eine ganz schöne Schmiererei, aber auch ein echter Genuss, den man entweder mit dem einfachen, aber süffig zu trinkenden Horny-Rose vom Weingut Hörner oder mit einem IPA von der New Yorker Brooklyn-Brauerei begleiten kann. Zu schade, dass das bisher nur abends möglich ist.

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