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Lokaltermin „Iimori Kaiseki“ : Japanisch-Französisch mit Yuzucreme

Leicht barocke Anmutung: das neue japanische Restaurant „Iimori Kaiseki“ im Gallusviertel Bild: Wonge Bergmann

Azko Iimori ist eine Unternehmerin mit besonderem Stil. Bekannt geworden ist sie mit Patisserie. Jetzt lässt sie japanisch-französische Küche in barockem Ambiente servieren.

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          Frankfurt, im Jahr 2007. Nach den Weihnachtsferien ist die Stadt immer noch ruhig, als Azko Iimori, ein Japanerin, die seit langem in Deutschland lebt und in Frankfurt ein Sushi-Restaurant betreibt, im Haus Braubachstraße 24 eine Konditorei eröffnet. Viele Möbel hat sie im benachbarten Antiquitätenladen ge­kauft, sie hat goldgerahmte Spiegel aufgehängt, hier etwas hingestellt und dort, es ist ein Oma-Wohnzimmer-Stil, den haben damals noch nicht so viele Lokale. Gebacken wird anfangs hinter der Theke. Vom Gehsteig aus ist das gut zu sehen, oft drücken Passanten das Gesicht an die Scheibe. So abgeklärt war das international geprägte Frankfurt damals noch nicht, dass nicht noch Raum gewesen wäre für Erstaunen über das ausschließlich japanische Personal an diesem Ort, über die vielen japanischen Gäste und über Baumkuchen und Eclairs und Schwarzwälder Kirschtorte im Angebot, alles klein und präsentiert wie Schmuck. „Anfangs haben sich viele Leute gewundert“, hat Iimori einmal gesagt, als sie auf diese Zeit zurückblickte. Den Neugierigen hat sie erzählt, dass französische Patisserie in Japan Tradition hat und sehr beliebt ist.

          Jacqueline Vogt
          Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Das jüngste Projekt von Azko Iimori, ein vor wenigen Monaten eröffnetes und leicht barock möbliertes Fine-Dining-Restaurant namens „Iimori Kaiseki“, spiegelt den Weg, den diese Unternehmerin in ihrem Leben geht: Es wirkt alles verspielt und ist dabei hochprofessionell. Das Restaurant ist aus einer Gyoza-Bar entstanden, dort wurden – nicht nur, aber auch – die namensgebenden Gyoza verkauft: halbmondförmige Taschen aus Nudelteig, die gedämpft, gebraten oder frittiert und meistens mit Soja-Soße serviert werden, traditionell auch auf die Schnelle. In der durch die Pandemie ausgelösten Krise hat Azko Iimori ihre Unternehmungen neu sortiert, statt Streetfood lässt sie jetzt eine sehr gehobene französisch-japanische Küche servieren.

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