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Oase im Ostend : Genießen im Beduinendorf am Main

  • -Aktualisiert am

Erbe des Wüstenvolks: Gastwirt Ghani Bibaoune in seinem Restaraunt Bild: Helmut Fricke

Das Restaurant Kafila in Frankfurt ist einem Beduinendorf nachempfunden. Wie beim Wüstenvolk üblich, können die Zelte dort aber nicht lange bleiben. Doch das hat andere Gründe.

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          Um in Ghani Bibaounes Heimat Marokko zu kommen, braucht ein Flugzeug aus Frankfurt ungefähr vier Stunden. Es geht aber auch schneller: Der weitaus kürzere Weg führt zum Ostbahnhof, Hanauer Landstraße 121. Eine Handvoll der alten Autohäuser und Industriebrachen stehen dort noch zwischen den zahlreichen Neubauten, die das Gesicht des Ostends so sehr verändern. Ein kurzer Gang vorbei an einer Lagerhalle – dann beginnt die Wüste.

          Der Weg in das Beduinendorf führt durch eine Holzpforte, mehrere Zelte aus Kamelhaar sind auf dem Sand aufgespannt. Berberteppiche führen zu bunten Liegestühlen, neben orientalischen Öllampen sprießen Palmbäume. Eine kleine Oase mitten in Frankfurt. Ghani Bibaoune, braungebrannt mit Lockenpracht, sitzt im Schneidersitz auf einem Polster und werkelt an einer Teekanne, für die Besucher gibt es Süßgebäck und Minztee. Er wuchs im marokkanischen Oulad Berhil auf, das ist ein Dorf am Fuße des Atlasgebirges. Dort lebte er bei den Großeltern, mit 16 Jahren kam er nach Frankfurt.

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