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Leiche im Niddapark : Grausig und rätselhaft

Eine Frauenleiche wird im Frankfurter Niddapark auf einer Bahre abtransportiert. Die Tote, Irina A., wurde nach ersten Erkenntnissen erstochen. Bild: dpa

Der schockierende Mord im Frankfurter Niddapark scheint nach drei Tagen aufgeklärt zu sein. Der Bar-Besitzer Jan M. wird verdächtigt, Irina A. auf brutale Weise getötet zu haben. Ein Fall mit immer neuen Wendungen und langer Vorgeschichte.

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          Raubmord? Eifersuchtsdrama? Ein martialisch endender Streit um Geld und Geschäfte? Der Tod der „Lebedame“ Irina A. ist eines der schockierendsten und zugleich rätselhaftesten Verbrechen seit Jahren. Ein Fall mit immer neuen Wendungen. Seit gestern steht der Frankfurter Szene-Gastronom Jan M. unter dringendem Tatverdacht, die 29 Jahre alte zweifache Mutter in der Nacht zum Mittwoch mit einer Vielzahl von Hieben und Stichen getötet zu haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Das Tatmotiv soll Habgier sein. M. soll wertvollen Schmuck der Frau geraubt haben. Stundenlang, bis tief in die Nacht hinein, ist der Fünfzigjährige am Freitagabend verhört worden. Zu den Vorwürfen schweigt er nach Justizangaben jedoch.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Helmut Schwan

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Als derzeit stärkstes Indiz gegen den Gastronomen gelten Blutstropfen am Tatort, die nach einem DNA-Abgleich nicht von dem Opfer stammten, sondern dem Verdächtigen zugeordnet wurden. Das ist jedoch nicht das einzige Indiz, das für M. als Täter spricht. Die Polizei hat sein Mobiltelefon ausgewertet und ein Bewegungsprofil erstellt. Zum Zeitpunkt des Todes von Irina A. soll sein Handy in der Funkzelle nahe dem Tatort eingeloggt gewesen sein. Auch wurde ein Mann, auf den seine Beschreibung passt, mit dem späteren Opfer am Tatort gesehen. In Ermittlerkreisen heißt es, man sei „noch lange nicht am Ende“.

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