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Bauarbeiten an Rollbahnen : Lärmpausen in Frankfurt vorerst nur eingeschränkt möglich

Umbaupause statt Lärmpause: Landungen werden morgens von der Süd- auf die Centerbahn (Foto) verlegt Bild: Stefan Rebscher

Bauarbeiter müssen mehrere Rollbahnen auf dem Frankfurter Flughafen ausbessern. Das hat Folgen für die sogenannte Lärmpause. Und damit für die Anlieger.

          Wegen Bauarbeiten an mehreren Rollwegen zwischen dem Vorfeld und den Pisten des Frankfurter Flughafens werden Starts und Landungen in der Zeit von 5 bis etwa 6 Uhr vorübergehend neu organisiert. Wie die hessische Fluglärmschutzbeauftragte Regine Barth in Wiesbaden mitteilte, wird die Lärmpause am frühen Morgen voraussichtlich bis November nur stark eingeschränkt stattfinden. Im Sommer und Herbst vergangenen Jahres hatten Sanierungsarbeiten an der Südbahn dazu geführt, dass am Abend die Lärmpause zwischen 22 und 23 Uhr nur stark reduziert stattfand.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Laut Barth werden die anstehenden Arbeiten nachts stattfinden. Trotzdem müsse die betreffende Piste von Dienstag bis Samstag bis 7 Uhr gesperrt werden. Landungen bleiben daher morgens auf der Südbahn, sie werden nicht auf die Centerbahn verlegt. Die Nordwestlandebahn bleibe ebenfalls in Betrieb. Starts finden an diesen Tagen auch auf der Startbahn West statt. Sonn- und montags sei damit zu rechnen, dass die morgendliche Lärmpause stattfindet.

          Einzelne Bahnen nicht genutzt

          Die Lärmpausen zählen seit Mitte 2016 zum Regelbetrieb. Bei Betriebsrichtung West, wenn also Starts und Landungen in Richtung Westen geflogen werden, werden morgens zwischen 5 und 6 Uhr und am späten Abend zwischen 22 und 23Uhr einzelne Bahnen nicht genutzt. Die Flugbewegungen werden dazu auf den verbleibenden Bahnen gebündelt. Morgens werden Landungen auf die Nordwest- und die Centerbahn gelegt, die Südbahn wird nicht angeflogen. Abends werden die Landungen auf der Südbahn abgewickelt, sofern Piloten nicht kurz vor dem Aufsetzen noch zur Centerbahn wechseln. Ein solcher

          „Swingover“ wird von der Fluglärmkommission befürwortet, weil die Bewohner von Neu-Isenburg etwas mehr entlastet werden als bei einer Landung auf der Südbahn. Die hessische Fluglärmschutzbeauftragte vertritt dabei die Auffassung, dass dadurch die Entlastung für den Frankfurter Süden nicht geschmälert wird. Die Frankfurter Fluglärmschutzbeauftragte Ursula Fechter vertritt allerdings in diesem Punkt eine gegenteilige Position: Sie sagt, dass, der „Swingover“, also der Wechsel von der Südbahn auf die Centerbahn, die abendliche Lärmpause zumindest für den Frankfurter Süden weitgehend unwirksam macht.

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