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Frankfurter Europaviertel : Wenn Baulärm die laue Sommernacht stört

Für die U5 wird derzeit die erste von zwei Röhren von der Frankfurter Europa-Allee zum Platz der Republik gebaut. Bild: SBEV

Sie ist wieder im Einsatz: die riesige Vortriebsmaschine, die Tag und Nacht zwei Tunnelröhren für die Frankfurter U5 fräst. Was Ingenieure begeistert, raubt Anwohnern im Europaviertel den Schlaf.

          3 Min.

          Wie schläft es sich neben meiner Baustelle, die Tag und Nacht in Betrieb ist?“ Das hatte sich Ingo Kühn gefragt. Er ist dafür verantwortlich, dass sich seit Sommer vergangenen Jahres eine gigantische Vortriebsmaschine von der Europa-Allee unter dem Güterplatz bis zum Platz der Republik durch das Erdreich arbeitet. Sie schafft einen Tunnel, durch den voraussichtlich von 2025 an die Züge der U5 ins Europaviertel fahren werden. Kühn hatte für das Probeschlafen ein Zimmer in einem der Hotels an der Europa-Allee gemietet. „Bei geschlossenem Fenster war nichts zu hören“, sagt der Bauingenieur. Er selbst habe gut schlafen können, ihm sei aber klar, dass jeder Lärm anders empfinde. Das war im vergangenen Herbst.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Damals war die Baustelle, deren sogenannte Startbaugrube inmitten der Europa-Allee liegt und einen ganzen Häuserblock lang ist, erst einige Wochen in Betrieb. Es ging auf die kühle Jahreszeit zu. Offenbar schliefen damals viele Anwohner, deren Schlafzimmer fast ausnahmslos zur Straße und damit zur Baugrube hin liegen, mit geschlossenem Fenster. Jedenfalls erreichten die eigens von der Stadt gegründete Stadtbahn Europaviertel Projektbaugesellschaft weniger Lärmbeschwerden als derzeit.

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