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Frankfurter Uni-Studie : Algorithmen sollen unseriöse Anlageberater aufspüren

Ob der Computer ihn überführt hätte? Bernie Madoff, einer der schlimmsten Anlagebetrüger aller Zeiten Bild: EPA

Ist der Finanzberater, der im Internet so eloquent für sich wirbt, auch vertrauenswürdig? Klarheit soll eine Künstliche Intelligenz schaffen, die Frankfurter Forscher entwickelt haben.

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          Wirtschaftsinformatiker der Goethe-Uni haben eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die helfen soll, die Seriosität von Anlageberatern zu beurteilen. Die Software nutzt dazu Informationen aus Sozialen Medien. Für ihre Arbeit sind die Forscher um Peter Gomber davon ausgegangen, dass vertrauenswürdige Finanzberater in beruflichen sozialen Netzwerken ähnlich gewissenhaft oder manipulativ mit Informationen umgehen wie in der Arbeit mit ihren Kunden. Auf Plattformen wie LinkedIn und Xing präsentieren sie sich gerne, um ihre Kontakte zu pflegen und neue Geschäftspartner zu gewinnen.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Frankfurter Forscher setzten die Selbstdarstellungen amerikanischer Anlageberater aus den Netzwerken mithilfe selbstlernender Algorithmen in Beziehung zu Informationen über aufgedeckte Betrugsfälle, die von den US-Behörden in öffentlich zugänglichen Datenbanken gespeichert wurden. Stimmten die Angaben der Berater mit den offiziellen Fakten überein, werteten die Wissenschaftler das als Zeichen dafür, dass die Geschäftsleute glaubwürdig waren – denn die Daten der Behörden ließen sich kaum verfälschen.

          Nach Ansicht von Gomber und seinen Kollegen sind die Ergebnisse vor allem für Finanzmarktkontrolleure nützlich: Diese könnten auf Grundlage der Studie eigene Überwachungsprogramme entwickeln und vorhandene Modelle verbessern.

          Link zur Publikation

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