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Krawall nach Eintracht-Feier : „Fassungslos über die Gewalt“

Sieht die Polizei als Verstoß: Spieler der Eintracht zünden Bengalos auf dem Römerbalkon. Bild: Frank Rumpenhorst

Der Empfang der Eintracht auf dem Römerberg wurde getrübt durch Übergriffe „gewaltsuchender Jugendlicher“. Am Ende gab es mehrere Festnahmen und verletzte Beamte. Auch das Abbrennen Bengalischer Feuer wird geahndet – nicht nur bei den Fans.

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          Auf der einen Seite die friedliche Feier mit dem Empfang auf dem Römerberg, auf der anderen Seite Übergriffe auf Polizisten und Rettungssanitäter bis in die Nacht: Polizei und Feuerwehr haben am Freitag eine ausführliche Bilanz gezogen, wie der Tag aus ihrer Sicht verlaufen ist. Das Ergebnis: durchaus durchwachsen. Denn am Ende gab es 24 verletzte Polizeibeamte, mehrere Personen wurden festgenommen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Rettungsdienst musste Kräfte nachordern, um die Zahl der Einsätze stemmen und die Verletzten ausreichend versorgen zu können. Am Ende waren mehr als 300 Rettungskräfte im Einsatz.

          Matthias Trautsch
          Koordination Reportage Rhein-Main.
          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Die Ausschreitungen haben sich vor allem auf dem Paulsplatz ereignet, der in der Nacht schließlich geräumt wurde. Beamte wurden mit Flaschen und Dosen beworfen sowie mit Feuerwerkskörpern beschossen. Sie trugen Prellungen, unter anderem im Lenden- und Genitalbereich, davon. Aber auch schon vor dem Eintreffen der Mannschaft am Römer bewarfen vereinzelt Personen aus der Menge heraus Polizisten mit Flaschen. Auch ein Fußtrupp der Rettungskräfte der Feuerwehr wurde mit Flaschen und Pyrotechnik beworfen. Ersten Erkenntnissen nach handelte es sich bei den Gewalttätern zum Großteil nicht um „offensichtliche Fußballfans, sondern um gewaltsuchende und gewaltbereite Jugendliche und Heranwachsende“, so ein Polizeisprecher. Die Beamten nahmen acht Randalierer fest. Polizeivizepräsident Björn Gutzeit sagte, er sei „fassungslos, dass Gewalttäter diesen für uns alle schönen Anlass, der ausschließlich Raum zur Freude gibt“, für Straftaten nutzten.

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