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Kostenfreie Hygieneartikel : Tampons gegen Scham und Armut

Künftig soll es kostenlose Tampons und Binden in den Frankfurter Schulen geben. Bild: dpa

An allen Schulen in Frankfurt soll es künftig kostenlose Tampons und Binden geben. Die Koalition sieht dazu ein Pilotprojekt vor, über den Antrag wird am Donnerstag im Stadtparlament abgestimmt.

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          Die Stadtverordneten könnten den Frankfurter Schülervertretern am Donnerstag einen Wunsch erfüllen: An allen Schulen soll es künftig unentgeltlich Binden und Tampons geben. Ein Antrag der Fraktionen der Koalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt sieht ein Pilotprojekt vor, um ein Jahr lang Erfahrungen zu Reaktionen und Kosten zu sammeln.

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zur Begründung heißt es, die Periode nehme „keine Rücksicht auf ein perfektes Timing“. So geschehe es „häufig, dass menstruierende Menschen plötzlich und unerwartet in die Situation kommen, akut Hygieneartikel zu benötigen“. Es gelte, „Scham und Einschränkungen für einen natürlichen biologischen Prozess des Körpers“ zu vermeiden. Die Kosten für Menstruationsartikel würden auf mindestens 200 Euro jährlich geschätzt – „Schmerzmittel sind hier noch nicht eingerechnet“. Von „Periodenarmut“ Betroffene verwendeten Toilettenpapier oder Stoff und blieben der Schule fern. Die Folge sei Bildungsungerechtigkeit.

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