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Korruptionsverdacht in Frankfurt : Oberstaatsanwalt wieder in U-Haft

Das Gebäude des Frankfurter Oberlandesgerichts und der Generalstaatsanwaltschaft Bild: Picture Alliance

Der unter Korruptionsverdacht stehende Ex-Pressesprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft ist wieder in Haft. Es hätten sich weitere Tatvorwürfe ergeben.

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          Der unter Korruptionsverdacht stehende Oberstaatsanwalt Alexander B., ehemaliger Pressesprecher und Leiter der Zentralstelle für Medizinstrafrecht der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft, ist seit dem späten Freitag wieder in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt, die in der Sache ermittelt, am Abend mitteilte, wurde der 54 Jahre alte B. am Nachmittag festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt. Es hätten sich „in erheblichem Umfang weitere Tatvorwürfe ergeben“, so die Staatsanwaltschaft. „Wegen der somit deutlich erhöhten Straferwartung ist neben der fortbestehenden Verdunklungsgefahr nunmehr zusätzlich der Haftgrund der Fluchtgefahr gegeben.“

          Anna-Sophia Lang
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          B. steht der Mitteilung zufolge nun unter dem dringenden Verdacht der gewerbsmäßigen und fortgesetzten schweren Bestechlichkeit in 101 Fällen, der gewerbsmäßigen Untreue im Amt in mindestens 55 Fällen sowie der Steuerhinterziehung in neun Fällen, begangen im Zeitraum August 2015 bis Juli 2020.

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