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Kontrolle der Corona-Regeln : Mehr Stadtpolizisten auf Streife

Die Stadtpolizei ist mehr als bisher bei den Corona-Kontrollen gefordert. (Archivbild) Bild: dpa

Das Frankfurter Ordnungsamt schickt seine Mitarbeiter zurzeit öfter in Fußgängerzonen, um die verschärften Corona-Regeln zu kontrollieren. Knapp 300 Verstöße zählten die Beamten am Wochenende.

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          Mit mehr Personal will die Stadtpolizei des Ordnungsamtes in den nächsten Monaten die verschärften Corona-Regeln kontrollieren. Wie ein Sprecher der Behörde mitteilte, wurde „das Pensum nochmals erhöht“. Damit werde gewährleistet, dass die ausgedehnte Maskenpflicht, die nun auch in Fußgängerzonen gilt, eingehalten wird. Auf der Zeil, der Berger Straße, der Leipziger Straße und der Schweizer Straße sei jeweils eine Streife der Stadtpolizei zu Fuß unterwegs und spreche die Menschen an, sofern sie sich nicht an die Maskenpflicht hielten. Bei Verstößen wird ein Bußgeld von 50 Euro fällig.

          Katharina Iskandar
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mehr Personal wird künftig auch nachts eingesetzt werden müssen, um gastronomische Betriebe wie Bars und Kneipen zu kontrollieren. Im Ordnungsamt hieß es dazu, man binde „diese Betriebe mit in unsere Kontrollen ein“. Seit dem Spätsommer kontrolliert die Stadtpolizei gemeinsam mit der Landespolizei regelmäßig im Kneipenviertel Alt-Sachsenhausen. Nach den neuen Regelungen geht es vor allem um die Einhaltung der Sperrzeit, die nun schon um 23 Uhr beginnt.

          Wie berichtet, hat Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) am Sonntag schon eine erste positive Bilanz gezogen, dass die 23-Uhr-Sperrzeit ohne größere Probleme weitestgehend eingehalten wurde. Darüber hinaus hat die Landesregierung am Montag aber auch noch einmal deutlich gemacht, dass in den Lokalen Maskenpflicht zwar nicht bei den Gästen herrsche, wohl aber beim Personal. In den vergangenen Wochen sind Mitarbeiter in gastronomischen Betrieben auch ohne Maske ihrer Arbeit nachgegangen.

          Nicht bei allen Menschen angekommen

          Verstärkt kontrollieren wird die Stadtpolizei nun auch an den Bahnhöfen, im öffentlichen Personennahverkehr und an Bushaltestellen. Auch dort müssen Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Unterstützt wird die Stadtpolizei von Mitarbeitern der Verkehrsgesellschaft Frankfurt.

          Das Ordnungsamt hat den Eindruck, dass die verschärften Corona-Regeln zumindest am Wochenende noch nicht bei allen Menschen angekommen waren. Nach Angaben der Behörde liegt das daran, „dass die Maßnahmen erst kurzfristig beschlossen worden waren“. So wurden am Samstag und Sonntag 265 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt, 20 gegen das Alkoholkonsumverbot und zehn Verstöße gegen die Sperrzeit geahndet.

          Die bisher bekannten Hotspots wie Friedberger Platz oder Kleinmarkthalle seien „nahezu verwaist“ gewesen. „Das Partygeschehen verlagerte sich offensichtlich in Privaträume, was teilweise Lärmbeschwerden nach sich zog“, so ein Sprecher weiter. In diesem Zusammenhang habe es „diverse Verstöße gegen die Personenzahl“ gegeben: Häufig waren mehr als zehn Personen zusammen.

          Gemeinsam mit der Landespolizei war das Ordnungsamt zu einer illegalen Großveranstaltung mit DJ und Livemusik gerufen worden: Schon bei der Anfahrt stellten die Ordnungshüter etwa 250 Personen im Umfeld der Liegenschaft fest, die sich dann „fluchtartig entfernten“. Im Keller des Veranstaltungsortes wurden später eine Geldkassette mit einem größeren Bargeldbetrag sichergestellt sowie ein Mietvertrag für die Räumlichkeiten, eine Getränkekarte sowie Getränkemarken. Der Verantwortliche für die Party wurde später am Veranstaltungsort gestellt. Ihm droht nun ein Strafverfahren. Da keine Gästelisten geführt wurden, wird es nach Angaben des Ordnungsamtes nicht möglich sein, eventuelle Infektionsketten zu verfolgen.

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