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Klimaschäden in Umwelt : Sorge um den Stadtwald

Ausgedünnt und vetrocknet: Den Baumkronen im Stadtwald sind die Folgen des Klimawandels anzusehen. Bild: dpa

Die heißen Sommer der vergangenen Jahre sind nicht unbeschadet an dem Frankfurter Stadtwald vorbei gegangen. Der Bestand leidet sehr unter Hitzeschäden. Jetzt will die Stadt ein Schutz-Konzept vorlegen.

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          Im Frankfurter Stadtwald gibt es Areale, die eher an eine Mondlandschaft erinnern als an den vielbesungenen deutschen Forst mit grünen, gesunden Bäumen. Das treibt auch die Koalition im Römer um. Gemeinsam wollen CDU, SPD und Grüne von Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Die Grünen) nun wissen, was sie und das für den Wald zuständige Grünflächenamt tun werden, um die Schäden zu beseitigen, die allein in den vergangenen beiden Jahren durch die zwei aufeinanderfolgenden heißen und trockenen Sommer entstanden sind.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich mache mir Sorgen um unseren Wald“, sagte die Grünen-Politikerin Angela Hanisch am Montagabend im Umweltausschuss, in dem über den gemeinsamen Antrag der Koalition beraten wurde. Hanisch sagte, man müsse sich darauf einstellen, dass es sich bei den beiden Hitzesommern nicht um Ausnahmen gehandelt habe. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden trockene und heiße Sommer in den nächsten Jahren häufiger vorkommen. „Da man die Bäume im Stadtwald ja nicht gießen kann“, so Hanisch, sei nun die spannende Frage, inwieweit der Wald durch das Anpflanzen anderer Baumarten „umgebaut“ werden könne.

          Robuster auf Klimaänderungen reagieren

          In der Antwort auf den Antrag soll Heilig darlegen, wie sie künftig mit dem Stadtwald umgehen will. Die Koalitionsfraktionen wollen wissen, ob im Stadtwald Aufforstungen geplant und welche Baumarten für Neupflanzungen vorgesehen sind, damit der Wald in Zukunft robuster auf Klimaänderungen reagiert. In den vergangenen Sommern seien vor allem Fichten und Buchen besonders stark geschädigt worden.

          Andere Regionen hätten damit begonnen, Baumarten aus südlicheren Regionen nachzupflanzen, die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkämen, heißt es weiter in der Begründung des Antrags. Im Frankfurter Stadtwald gebe es seit Jahren eine Versuchsfläche mit mediterranen Eichen, die von der Universität betreut werde. Ein vergleichbares Versuchsgelände für einheimische Arten gebe es jedoch nicht.

          Der jüngste Waldzustandsbericht, vorgelegt im Herbst 2019, hatte gezeigt, dass im Stadtwald rund 97 Prozent der Bäume in irgendeiner Form geschädigt sind.

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