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Anwohner-Angst vor Lärm : Neues Studierendenhaus der Uni Frankfurt wird wahrscheinlicher

Passt zu den anderen Campusbauten: ein Entwurf für das Studierendenhaus aus dem Jahr 2014 Bild: Level One Fotostudios

Anwohner der Frankfurter Uni fürchten sich vor möglichem Lärm aus dem geplanten Studierendenhaus. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hat ihre Klage aber jetzt im Eilverfahren abgewiesen.

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          Ein baldiger Baubeginn für das neue Studierendenhaus auf dem Westend-Campus der Goethe-Uni ist wahrscheinlicher geworden. Wie die Universität am Montag mitteilte, hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) als zweite Instanz im Eilverfahren Klagen von Anwohnern gegen die Baugenehmigung „vollumfänglich“ zurückgewiesen. Der Beschluss sei schon am 12. Dezember gefallen und am 20. Dezember zugestellt worden. Die Entscheidung sei nicht anfechtbar. Nun wolle die Universität in Abstimmung mit dem Land das 16 Millionen Euro teure Projekt weiter vorantreiben.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Allerdings wiesen sowohl der Kanzler der Universität als auch der VGH-Sprecher darauf hin, dass noch keine Entscheidung im Hauptsacheverfahren gefallen sei. Der Anwalt der Anwohner ließ ausrichten, er wolle nun mit seinen Mandanten das weitere Vorgehen besprechen.

          „Lärmintensive Nutzung“

          Wie berichtet, gehen Nachbarn der Hochschule gerichtlich gegen das Bauprojekt vor, weil sie Lärmbelästigungen durch den Betrieb des Studierendenhauses befürchten. Im Februar hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren eine „lärmintensive Nutzung“ des Studierendenhauses zwischen 22 und 6 Uhr verboten. Auch hier ist noch keine Entscheidung im Hauptsacheverfahren gefallen. Nach Meinung des Asta der Universität ist eine solche Auflage für den Betrieb des Hauses inakzeptabel; die Studentenvertreter hatten daher zuletzt einen baldigen Baubeginn abgelehnt.

          Am Montag sprach die Asta-Vorsitzende Kyra Beninga mit Blick auf die Kasseler Entscheidung von einer „sehr erfreulichen Botschaft“. Der Verwaltungsgerichtshof habe offenbar anerkannt, dass die Pläne für den Lärmschutz verbessert worden seien. Die Universität sieht sich durch den Richterspruch in ihrer Entscheidung bestärkt, an einem schnellen Baubeginn festzuhalten.

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