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Boystown-Prozess : Staatsanwaltschaft fordert lange Haftstrafen

  • Aktualisiert am

Einer der vier Angeklagten wird in den Saal am Landgericht Frankfurt gebracht. (Archivbild) Bild: dpa

Im Prozess um die weltweit größte Kinderpornografie-Plattform Boystown hat die Staatsanwaltschaft für zwei der vier Angeklagten Sicherungsverwahrung beantragt. Am Mittwoch soll das Urteil verkündet werden.

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          Im Prozess gegen die mutmaßlichen Betreiber der kinderpornographischen Darknet-Plattform Boystown hat die Generalstaatsanwaltschaft am Montag mehrjährige Freiheitsstrafen für die vier Angeklagten beantragt. Auch zum zweiten Teil ihres Schlussvortrages vor dem Landgericht Frankfurt waren keine Zuschauer zugelassen. Im Fall eines 49 Jahre alten Angeklagten aus Bayern, der für den Betrieb der Server verantwortlich gewesen sein soll, forderte die Staatsanwältin eine Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung des Mannes plädierte auf eine achtjährige Haftstrafe ohne Sicherungsverwahrung.

          Für den zweiten, 42 Jahre alten Angeklagten, der als Administrator der Seite tätig gewesen sein soll, beantragte die Staatsanwältin eine Gesamtfreiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten sowie anschließende Sicherungsverwahrung. Ein dritter, 60 Jahre alter Angeklagte soll zu acht Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt werden. In beiden Fällen forderte die Verteidigung eine „angemessene Freiheitsstrafe“, ohne ein konkretes Strafmaß zu nennen.

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