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Kinderläden in Frankfurt : Dosenravioli und freies Spiel

Kriegsspielzeug? Die U-Boot-Bauer im Kinderladen Rote Eule sahen das 1974 nicht so eng. Bild: Institut für Stadtgeschichte

Seit 50 Jahren gibt es Kinderläden in Frankfurt. Oder sogar noch ein bisschen länger. Ein Hortleiter hat sich in ihre Geschichte vertieft.

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          Das Wort „Erzieher“ war verpönt. Markus Drewniak und Elvira Böhning wollten lieber Bezugspersonen sein, als sie in Frankfurt mit ihrer Arbeit anfingen. Drewniak begann 1989 in einem Schülerladen in einer Wohnung an der Bettinastraße. Inzwischen arbeitet der Pädagoge im Schülerladen Westend an der Feuerbachstraße. Böhning kam 1982 zu den Zornigen Zwergen, einer Krabbelstube in der Sponti-Villa. So nannten die Bewohner damals das Gebäude am Beethovenplatz, das vor allem ein Wohnheim des Studentenwerks beherbergte.

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Zornigen Zwerge, inzwischen ein Hort für Grundschulkinder, haben vor wenigen Tagen ihr Abschiedsfest gefeiert. Das Studentenwerk will die Villa sanieren und hat dem Träger gekündigt. Es ist der größte freie Träger von Horten und Kitas in der Stadt, die BVZ GmbH. Diplom-Pädagogin Elvira Böhning geht in Rente.

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