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Frankfurter Europaviertel : Keine Laube, nur noch Hoffnung

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Ausgedörrt: Der Europagarten sei nicht fachmännisch angelegt worden, meint die Stadt. Und weigert sich deshalb, ihn zu übernehmen. Bild: Frank Rumpenhorst

Der Europagarten ist eine Steppe, das benachbarte Restaurant geschlossen. Viele Bewohner des Europaviertels in Frankfurt sind frustriert. Dabei ist eines der größten Neubauprojekte in Deutschland mit hohem Anspruch geplant worden.

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          Der Rasen im Europagarten ist schon struppig und gelb, bevor der Sommer richtig auf Touren kommt. Ein Bauzaun versperrt den Zugang zu dem fast sechs Hektar großen Park, der zum Vorzeigeort des Europaviertels werden sollte. Auf dem ehemaligen Güterbahnhofgelände an der Messe ist eines der größten Neubauprojekte in ganz Deutschland verwirklicht worden. Allein im westlichen Teil, wo der Europagarten angelegt ist, wohnen und arbeiten inzwischen mehr als 10.000 Menschen.

          Am Rand des Parks ragt – außerhalb des Zauns – eine expressive Holzkonstruktion mit einer kleinen Aussichtsplattform in den Himmel. Es ist das in der Gastroszene hoch bewertete Restaurant und Café „Laube Liebe Hoffnung“, das dem Park in den vergangenen sechs Jahren einen Hauch von weltstädtischem Flair vermittelt hat. Doch seit dem vergangenen November ist das Lokal geschlossen. An diesem Juli-Vormittag ist David Weiß mit seinem Hund unterwegs und späht durch die Fenster des Holzhauses – in der vergeblichen Hoffnung, dass sich im Innern endlich wieder etwas bewegt.

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