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Falschparker in der Pandemie : Knöllchen gehen immer

Aktuell häufen sich bei der Verkehrspolizei die Beschwerden, dass man wegen der Pandemie doch Ausnahmen machen könnte in Sachen Falschparken. Bild: dpa

Weniger Verkehr in der Pandemie, das weckt bei einigen die Hoffnung auf freie Parkplätze – ein Irrtum. Hinzu kommt, dass mehr Lieferfahrzeuge unterwegs sind. Ausnahmeregelungen wegen der Pandemie wird es nicht geben.

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          Die Zahl der Falschparker sinkt auch in Corona-Zeiten nicht. Rainer Michaelis weist deshalb darauf hin: „Die Straßenverkehrsordnung gilt auch in Corona-Zeiten, eine Pandemie setzt das Regelwerk für das Miteinander auf der Straße nicht außer Kraft.“ Beim Chef der Frankfurter Verkehrspolizei gehen derzeit häufig Beschwerde-Mails und Schreiben ein, in denen sich Fahrer über Strafzettel beschweren. Das ist für Michaelis nichts Neues. Neu sind die angeführten Argumente. So auch die eines Mannes aus dem Taunus, der sich im Namen seiner Ehefrau bei der Stadtverwaltung gemeldet hat.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Er führte an, dass seine Frau in Sachsenhausen arbeite. Im Interesse ihrer Gesundheit und um sich vor einer Infektion mit dem gefährlichen Virus zu schützen, sie gehöre einer Risikogruppe an, könne sie als Pendlerin derzeit nicht den öffentlichen Nahverkehr nutzen und müsse mit dem eigenen Auto fahren. Und dieses müsse sie auch in Sachsenhausen abstellen können. Weil es in der Nähe ihres Arbeitsplatzes jedoch nur Anwohnerparkplätze gebe, bliebe ihr nichts anderes übrig, als ihr Auto auch dort zu parken. Deswegen habe sie mehrmals Knöllchen kassiert. Die Stadt möge doch ein Einsehen haben und in dieser besonderen Situation eine Ausnahme machen.

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