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Niedrigere Miete als Angebot : Karstadt soll an der Zeil bleiben

Vom Aus bedroht: Karstadt an der Zeil in Frankfurt Bild: Diana Cabrera Rojas

Der Vermieter von Karstadt an der Zeil will das Warenhaus am Standort halten. Dafür könnte die Miete sinken. Sollte Karstadt dennoch schließen, gibt es einen Alternativplan.

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          Der Eigentümer der an Karstadt vermieteten Immobilie an der Fußgängerzone Zeil versucht, das Warenhaus doch noch in Frankfurt zu halten. Wie das Unternehmen Sahle Wohnen mitteilt, wolle man dem Warenhaus beim Mietpreis entgegenkommen. „Die Miete ist für diese Lage schon sehr günstig. Wir haben Karstadt aber eine weitere Reduzierung angeboten“, sagt eine Sprecherin. Sollte sich der Warenhaus-Konzern, der an der Zeil mit Galeria Kaufhof noch ein weiteres Kaufhaus betreibt, davon nicht umstimmen lassen, will Sahle das Gebäude abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Entsprechende Planungen seien jetzt aufgenommen worden.

          Rainer Schulze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Karstadt hat ein Dauernutzungsrecht für die Immobilie. Sahle hat jedoch den „Heimfall“ angedroht, falls zwei Monatsmieten offenbleiben. Das ist jetzt schon der Fall, allerdings durch die Corona-Krise kein Kündigungsgrund. Das Warenhaus füllt mit seinen 33.800 Quadratmetern fast einen kompletten Straßenblock. Sahle hatte das Gebäude, das 2011 eine neue Fassade erhalten hat, 2012 erworben und seinerzeit nach Rücksprache mit Karstadt keine Überlegungen zu einer Projektentwicklung an dieser Stelle angestellt. „Es hieß immer, das sei ein zentrales Haus, auf das wir nie verzichten werden“, sagt die Sprecherin.

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