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F.A.Z.-Leser helfen : Karla mit den sieben Namen

  • -Aktualisiert am

Las schon 2013 bei den Sonntagsgeschichten und ist nun wieder dabei: Alexandra Maxeiner, hier neben llustratorin Anke Kuhl (rechts) Bild: Marcus Kaufhold

Alexandra Maxeiner eröffnet die neue Saison der „Sonntagsgeschichten für Kinder“ im Rahmen der Spendenaktion F.A.Z.-Leser helfen. Es könnte magisch werden.

          „Ich heiße Karla.“ So selbstbewusst beginnt das neue Kinderbuch „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“ von Alexandra Maxeiner. Und dann erfährt man gleich, dass Karla nicht nur einen, sondern sieben Namen hat. Sieben Namen? Wer hat denn sieben Namen? Außer Karla wohl niemand! Alexandra Maxeiner hat zwar nur einen Namen, kann aber die unterschiedlichsten Dinge: Sie schreibt Bücher für Kinder und für Erwachsene, sie schreibt Drehbücher und Theaterstücke. Und sie arbeitet mit ihren Freunden aus der Frankfurter Ateliergemeinschaft „Labor“ immer wieder einmal an Gemeinschaftsprojekten. In den vergangenen Jahren entstanden zum Beispiel das „Kinder Künstler Mitmachbuch“ und das „Kinder Künstler Reisebuch“. Oder das „Kinder Künstler Abenteuerbuch“, alles kreative Mitmach-Kritzel-Bücher.

          Sieben Kinderbücher hat Alex Maxeiner, wie sie selbst sich nennt, bisher allein geschrieben. Zwei Bücher über die Schwestern Hannah und Lilly, die sich zeitweise ziemlich nervig finden, außerdem „Alles lecker“ und „Alles Familie“. Beide wurden von der Labor-Kollegin und Freundin Anke Kuhl illustriert; für „Alles Familie“ haben beide den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen.

          Ein total magischer Moment

          Alex Maxeiners neues Kinderbuch „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“ erzählt von der neunjährigen Karla, die meint, dass es magische Momente gibt, in denen sie zaubern kann. Karla glaubt an diese Zauberkraft, weil ihr Vater bei ihrer Geburt gesagt hat, das sei ein total magischer Moment gewesen. Und Karla erlebt auch selbst ab und zu magische Momente. Zum Beispiel, wenn sie von ihrem toten Vater immer wieder einmal ein Zeichen erhält. Als ihr Bruder und ihre Mutter einmal Stress bekommen in der Schule und im Job, beschließt sie, ihre eigenen magischen Kräfte auszuprobieren. Dass es da eine Menge Spaß, Überraschungen und auch Ärger gibt, kann man sich denken. Und bis zum Schluss wissen wir Leser nicht genau: Hat Karla nun Zauberkräfte oder nicht?

          Als großes Glück empfindet Alex Maxeiner die Möglichkeit, im Gemeinschaftsatelier „Labor“ in Frankfurt-Sachsenhausen zu arbeiten. Dort haben acht Grafiker, Autoren und Illustratoren in einer Büroetage jeder einem eigenen Arbeitsplatz. Sie können schreiben und zeichnen und gemeinsame Projekte diskutieren und gestalten. Kollegen sind dort zu Freunden geworden, immer gibt es jemanden, mit dem man reden kann. So ist auch das Labor-Gemeinschaftswerk „Ich so, du so“ entstanden, ein Buch, das ein Plädoyer für Toleranz ist und unlängst für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde.

          Früher Berufswunsch „Schriftstellerin“

          Schon als Kind hatte Alex Maxeiner Spaß daran, sich Geschichten auszudenken und sie aufzuschreiben. Als sie vor ein paar Jahren ein Freunde-Buch wiederfand, das sie im Alter vor elf angelegt hatte, entdeckte sie, dass sie schon damals als Berufswunsch „Schriftstellerin“ eingetragen hatte. Aus der Schülerin, die viel und farbig erzählen konnte, wurde eine Studentin, die Texte für die eigene Kabarettgruppe schrieb. Und aus dieser Studentin wurde dann irgendwann die heute deutschlandweit bekannte Autorin.

          Auf die Frage, was für sie besonders wichtig sei beim Schreiben, nennt Alex Maxeiner als Erstes die Figuren. Sie sind der Motor ihrer Geschichten. Diese Figuren sollten mehrdimensional sein und Humor haben, wie die quicklebendige Lilly oder die eigenwillige Karla. Wenn die Autorin dann eine neue Haupt-Figur für ein Buch gefunden – oder erfunden – hat, macht es ihr einfach Freude, diese in die Geschichte loszuschicken und zu beobachten, was sie darin wohl macht. Das klingt komisch, ist aber wirklich so!

          Was Alex Maxeiner gar nicht kann und mag, ist Mathematik. Gut, dass sie Mathe nicht braucht als Autorin! Was sie besonders liebt, ist Schokolade. Gerne macht sie es sich auch auf der Couch gemütlich, immer freut sie sich auf ihr Zuhause. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass sie für ihre Lesungen und Filmprojekte viel verreisen muss.

          Das Karla-Buch war für Alex Maxeiner eine besondere Herausforderung! Denn es ist nicht nur bunt und komisch, sondern hat auch eine zweite, tiefere Ebene, in der es darum geht, wie Karla um ihren toten Vater trauert. Da gibt es berührende Momente und ernste Themen. Und die sind genauso wichtig wie Spaß und Unterhaltung! Alex Maxeiner nimmt Kinder ernst und macht sehr gerne Lesungen. Da fragen ihr die Kinder oft ein Loch in den Bauch, ein Junge wollte sogar einmal ihre Schuhgröße wissen. Das mag sie, denn sie lacht gerne und findet es lustig, wenn ihre Lesungen lebendig ablaufen. Warum übrigens Karla sieben Namen hat, das kann jeder sie fragen, bei der Lesung aus „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“ am 28. Oktober. Vielleicht verrät sie Euch dann auch, ob Karla wirklich zaubern kann. Sie, Alex Maxeiner, kann es auf jeden Fall, mit Büchern.

          Sonntagsgeschichten für Kinder

          Eine neue Reihe von Autorenlesungen für Kinder, und Alexandra Maxeiner (Foto) macht den Anfang: am nächsten Sonntag in der Steimetz’schen Buchhandlung, Frankfurter Straße 37 in Offenbach. Die Lesung beginnt um 15.30 Uhr, Einlass ist um 15 Uhr.

          Der Eintritt von fünf Euro je Person kommt ganz der Aktion „F.A.Z.-Leser helfen“ zugute, die Autoren lesen ohne Honorar. Verbindliche Kartenbestellungen unter https://veranstaltungen.faz.net.

          Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die F.A.Z./Rhein-Main-Zeitung sammeln für das Kinder-Palliativ-Team Südhessen, um Eltern zu unterstützen, die ein Kind mit lebensverkürzender Behinderung erwarten, und für ein Projekt der Christoffel-Blindenmission in Paraguay.

          Spenden für „F.A.Z.- Leser helfen“ bitte auf die Konten: Bei der Frankfurter Volksbank IBAN: DE94 5019 0000 0000 1157 11

          Bei der Frankfurter Sparkasse IBAN: DE43 5005 0201 0000 9780 00

          Leser, die einverstanden sind, in der Zeitung als Spender genannt zu werden, vermerken das bitte. Spenden können steuerlich abgesetzt werden.

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