https://www.faz.net/-gzg-a7w8e

Awo-Skandal : Jürgen Richter weist Forderung zurück

Vor Gericht: Richter muss sich unter anderem wegen einer Abfindungszahlung an seinen ehemaligen stellvertretenden Geschäftsführer verantworten. Bild: Björn Knetter

Eine Schadensersatzforderung gegen den ehemaligen Awo-Geschäftsführer Jürgen Richter hat dessen Anwalt als unbegründet bezeichnet. Gegen Richter wird wegen Verdachts auf Betrug und Untreue ermittelt.

          1 Min.

          Bernhard Lorenz, Anwalt des ehemaligen Geschäftsführers der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt Jürgen Richter, hat die Schadenersatzforderung der Awo an Richter als unbegründet zurückgewiesen. „Der Schadenersatzanspruch hat nie bestanden“, sagt Lorenz. Sie beruhe auf einem Rechenfehler der Awo, sei tarifvertraglich ausgeschlossen und zudem nach über drei Jahren verjährt.

          Martin Ochmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie berichtet, fordert die Awo von ihrem ehemaligen Geschäftsführer, gegen den die Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug und Untreue ermittelt, einen hohen sechsstelligen Betrag zurück. Es geht um eine Abfindungssumme, die an den früheren stellvertretenden Geschäftsführer des Kreisverbands gezahlt wurde und sich nach F.A.Z.-Informationen auf rund 500.000 Euro beläuft. Von diesem Stellvertreter hatte Richter sich im Streit getrennt. Der Awo-Kreisverband hält die Abfindungssumme in der Höhe für nicht gerechtfertigt. Unter anderem in der anonymen Anzeige, die zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Richter und weitere ehemalige Führungskräfte des Kreisverbands führte, wird der Verdacht geäußert, dass sich die Höhe der Abfindung dadurch erkläre, dass Richters Stellvertreter über viele Insiderkenntnisse verfüge.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in der Kleinstadt Wohlen im Kanton Aargau am 20. Februar 2021

          SVP gegen Corona-Regeln : Die Schweiz, eine Diktatur?

          Die SVP gehört der Schweizer Regierung an. Das hindert die Führung der größten Partei des Landes nicht daran, es wegen der Corona-Politik als Diktatur zu bezeichnen.
          Kevin Kühnert spricht beim SPD-Bundesparteitag.

          Debatte um Thierse-Gastbeitrag : Worauf will die SPD verzichten?

          Wolfgang Thierses Beitrag in der F.A.Z. ist für Saskia Esken und Kevin Kühnert ein Grund, sich zu schämen. Das ist also das vorwärtsgewandte Bild der SPD, das die beiden offenbaren wollten?