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Bus und Bahn : Jeder zehnte Bus fährt elektrisch

  • -Aktualisiert am

Zug um Zug: Das ÖPNV-Angebot wird weiter verbessert. Bild: Michael Braunschädel

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq treibt den umweltfreundlichen Ausbau ihrer Busflotte voran. Außerdem werden einige Linien verlängert.

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          Eine weitere Metrobuslinie, neue Verbindungen zwischen Griesheim und dem Rebstockgelände sowie zwischen Weißer Stein und Ginnheim, zusätzliche Busfahrten auf anderen Strecken, verlängerte Züge auf der U-Bahn-Linie 2 im Berufsverkehr und ein erweitertes Sonntagsangebot bei den Straßenbahnen 11 und 21. Mit Inkrafttreten des neuen Fahrplans für Bus und Bahn am 12. Dezember wird das ÖPNV-Angebot an einigen Stellen verbessert. Außerdem geht der Umbau der Busse auf Elek­troantrieb weiter. Künftig werden nach Angaben der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Traffiq auch die Linien 52 und 87 im Gallusviertel und in Griesheim emissionsfrei betrieben. Binnen eines Jahres habe man dann fünf Linien von Diesel- auf Elektrobetrieb umgestellt. Insgesamt seien damit auf den Straßen der Stadt mehr als 40 E-Busse – zehn Prozent der gesamten Flotte – unterwegs.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Zahl der Metrobuslinien mit einem engen Taktangebot und Fahrten rund um die Uhr steigt von acht auf neun. Tagsüber verkehren diese Busse mindestens alle zehn Minuten, an Sonn- und Feiertagen viertelstündlich und nachts jede halbe Stunde. Mit der Aufwertung der Linie 46 zwischen Hauptbahnhof und Römerhof zur Metrobuslinie M 46 werde das Angebot für das wachsende Europaviertel verbessert, sagte Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Die Grünen) am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Fahrplans. „In der morgendlichen Verkehrsspitze werden die Fahrgäste teilweise weniger als vier Minuten auf den nächsten Bus warten müssen.“ Die M 46 ersetzt auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Europaviertel die Linie 64.

          „Ganz offensichtliche Lücke“ im Netz wird beseitigt

          Die Buslinie 54 wird vom 12. Dezember an über die heutige Endhaltestelle Griesheim-Bahnhof hinaus bis zur Leonardo-da-Vinci-Allee am Rebstock verlängert. Die Linie folgt vom Griesheimer Bahnhof aus dem Weg der Linie 59 durch die Waldschulstraße, unterquert an der Oeserstraße die Autobahn 5, um dann über „Am Römerhof“ und „Zum Rebstockbad“ die Vinci-Allee zu erreichen. Die Busse fahren in der Hauptverkehrszeit viertelstündlich, ansonsten jede halbe Stunde.

          Zudem verlängert Traffiq die Buslinie 69 von der heutigen Endhaltestelle am Weißen Stein in Eschersheim über die Kurhessenstraße und Ginnheim bis zum Markus-Krankenhaus. Damit werde das Wohngebiet „Im Fuchshohl“ erschlossen und eine „ganz offensichtliche Lücke“ im Netz beseitigt, befand Dezernent Majer. Auch im neuen Streckenabschnitt verkehrt die Linie 69 im üblichen Quartierbusangebot, das heißt tagsüber im Halbstundentakt.

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          Die Corona-Pandemie habe den öffentlichen Nahverkehr stark getroffen, sagte Traffiq-Geschäftsführer Tom Reinhold. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 seien die Fahrgastzahlen zeitweise auf 40 Prozent zurückgegangen, sagte er. Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg auf 80 Prozent im Sommer erreichten sie derzeit, als Folge steigender Inzidenzzahlen und verstärkter Heimarbeit, etwa 60 bis 70 Prozent des Aufkommens von 2019.

          Auch wenn es während der Hauptverkehrszeiten in manchen Bussen und Bahnen schon wieder recht voll sei, biete der Nahverkehr weiterhin eine „extrem hohe Sicherheit“, dank Maskenpflicht, 3-G-Regel und guter Durchlüftung der Fahrzeuge, äußerte Reinhold. Zugangsbeschränkungen – beispielsweise eine maximale Auslastung von 50 Prozent in Bussen und Bahnen – seien „nicht machbar, nicht sinnvoll und auch nicht notwendig“.

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