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Geplante Sonderausstellung : Iran-Krise vereitelt Schau mit Salzmumien in Frankfurt

  • -Aktualisiert am

Handarbeit: Eine Mitarbeiterin des iranischen Instituts RCCR restauriert eine 1500 Jahre alte Tunika aus dem Salzbergwerk von Zanjan – wann die in Frankfurt zu sehen sein wird, ist offen Bild: Archäologisches Museum Frankfurt

Wegen der Unruhen in Iran kommt eine Schau im Archäologischen Museum Frankfurt vorerst nicht zustande. Die für Frühjahr 2020 geplante Sonderausstellung „Tod im Salz“ wird verschoben.

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          Wegen der angespannten politischen Lage im Mittleren Osten hat das Archäologische Museum Frankfurt seine für März geplante Sonderausstellung „Tod im Salz. Eine archäologische Ermittlung in Persien“ kurzfristig auf unbestimmte Zeit verschoben. Man habe die Verträge mit den iranischen Behörden zurücknehmen müssen, obwohl diese sich bis zum Ende sehr bemüht hätten, hieß es aus dem Museum. Denn die deutschen Versicherungen und Unternehmen für Kunsttransporte hätten ihre Angebote zurückgezogen.

          Im Archäologischen Museum sollten Überreste von Mumien gezeigt werden, die 1994 in einem Salzbergwerk in der Nähe von Cherabad im Nordwesten Irans entdeckt wurden. Die Leichen stammen aus der Zeit zwischen 1300 und 2400 vor Christus. Damals wurde das Bergwerk von einem Grubenunglück betroffen, durch das Bergleute im Salz verschüttet wurden. Eine der Leichen ist offenbar noch besser erhalten als der 1991 in den Ötztaler Alpen aufgefundene Mann vom Tisenjoch, der allgemein Ötzi genannt wird.

          Der Frankfurter Museumsleiter Wolfgang David hatte mit den iranischen Behörden einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Er hofft, dass die Schau doch noch in absehbarer Zeit in Frankfurt stattfinden kann.

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