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Bundespolizei am Flughafen : „Man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl“

Die Bundespolizei am Fraport im Einsatz: Oft ärgern sich Fluggäste über die langsamen Sicherheitskontrollen. Bild: Helmut Fricke

Seit Juni leitet Kerstin Kohlmetz die Bundespolizeidirektion an Deutschlands größtem Flughafen. Fast täglich befasst sie sich mit Terror und Abschiebungen – und damit, wie Reisende schneller zum Flieger kommen können.

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          Viele Menschen, die in jüngster Zeit geflogen sind, standen in langen Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen in den Terminals – nicht nur in, sondern auch außerhalb der Urlaubszeiten. Was läuft da schief?

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Es sind offenbar mehrere Ursachen, die hier greifen. Ein Hauptproblem ist, dass der Flughafen an seine Kapazitätsgrenze gekommen ist. Luftsicherheitskontrollen bedürfen immer einer gewissen Fläche. Die können nicht an x-beliebigen Standorten installiert werden, sondern müssen eingepasst werden, ein hochkomplizierter Vorgang. Der Frankfurter Flughafen hingegen ist derzeit nicht darauf ausgelegt, im Terminal 1 und 2 noch mehr Hochleistungskontrollspuren aufzunehmen. Zudem können die beauftragten Sicherheitsdienstleister in Spitzenzeiten nicht genügend Personal bereitstellen. Dadurch entstehen zwangsläufig auch Wartezeiten. Das ist für den Flughafenbetreiber, der mit einem hohen Grad an Konnektivität und entspannten Kontrollen wirbt, natürlich ein Wettbewerbsnachteil, den ich gut nachvollziehen kann. Und für den Passagier manchmal ein Ärgernis. Aber die Wartezeit ist kein Thema, das die Bundespolizei allein zu verantworten hat, sondern es ist auch ein Kapazitäts- und Ressourcenproblem der beteiligten Prozesspartner.

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